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Mobilfunk: Wie gefährlich ist 5G für unsere Gesundheit?

Barbara Kaufmann
Autorin und Filmemacherin in Wien

Drehbuchstudium an der Wiener Filmakademie, freie Filmemacherin;
langjährige Radiojournalistin bei Ö1, danach Leitende Redakteurin bei NZZ.at, Bloggerin beim Standard.at und Kolumnistin bei der Tageszeitung Kurier.

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Barbara KaufmannDienstag, 16.04.2019

Jedes Mal, wenn ein neuer Mobilfunkstandard eingeführt wird, geht es wieder von vorne los, erzählt Alexander Lerchl. Die Debatte darüber, ob und wie gefährlich Mobilfunk für die Menschen ist. Der Professor an der Jacobs University in Bremen hat schon mehrfach zu möglichen Gefahren der Handytechnik geforscht und weiß, dass die Menschen das Thema bewegt. 

Ist die Handystrahlung wirklich so unbedenklich, wie es einem die Netzbetreiber gerne vermitteln? Und was ist mit den vielen zusätzlichen Sendemasten, die 5G mit sich bringen wird? Gehirntumore, Krebs, immer wieder wird in Diskussionsforen die Entstehung ernster Krankheiten mit dem Mobilfunk in Verbindung gebracht. Doch zumindest bisher gibt es keinen Beweis dafür, dass Handystrahlen gesundheitsgefährdend sind, meint Alexander Lerchl. Mobilfunksignale können nur das Gewebe erwärmen, aber dieser Effekt würde durch Grenzwerte eingeschränkt. Weder ihre Energie noch ihre Intensität wären stark genug, um Körperzellen zu schädigen. Das unterstreicht auch Sarah Drießen vom Forschungszentrum für Elektro-Magnetische Umweltverträglichkeit der Universitätsklinik Aachen. 

Doch tatsächlich beziehen sich all diese Erkenntnisse auf den bisherigen Mobilfunk. Der neue Standard 5G bringt einige Veränderungen mit sich. Die Antennencharakteristik etwa, von starr zu variabel. Das könnte bedeuten, dass auch die Grenzwerte rund um den Sender anders werden und beobachtet werden müssten. Außerdem werden Frequenzen zum Einsatz kommen, die bisher nicht genutzt wurden. "Höhere Frequenzen verändern die Strahlungsintensität", gibt auch Inge Paulini vom Bundesamt für Strahlenschutz zu bedenken. Man habe darüber noch wenige Erkenntnisse und werde weitere Forschungen betreiben. 

Zwar sind die einzelnen Sender in Zukunft schwächer, aber es gibt mehr. Was das für die Gesamtbelastung bedeutet, ist noch offen. 

Mobilfunk: Wie gefährlich ist 5G für unsere Gesundheit?

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Kommentare 2
  1. David Simeth
    David Simeth · vor fast 2 Jahre

    Spannend - natürlich wird man echte Erkenntnisse erst nach dem "Feldversuch" gewinnen können, sollte in ein paar Jahren überhaupt noch danach gefragt werden.
    Ein Pro-Argument jedenfalls finde ich nicht von der Hand zu weisen, sollte es tatsächlich gelingen, so flexible Antennen zu bauen:
    "In Zukunft aber könnten die Geräte die unsichtbare Verbindung anpassen und schwenken, um Empfängern zu folgen oder die Daten per Reflexion an einer Häuserwand gegenüber zuzustellen. Sie würden dabei, sagt der Experte für Hochfrequenztechnik, schon heute und erst recht in Zukunft nicht stur durch einen Menschen hindurchfunken, der am Bushäuschen vor dem Sender steht, sondern wann immer möglich um ihn herum."

    Allerdings würde ich gerne noch die Frage beantwortet haben, wie das bei realistischen Gebrauchswerten aussieht - bei hunderten Personen im Sendegebiet und an der Bushaltestelle...

    1. Barbara Kaufmann
      Barbara Kaufmann · vor fast 2 Jahre

      Geht mir ähnlich. Aber ich fand es irgendwie auch beruhigend, dass man sich etwaiger Gefahren durchaus bewusst zu sein scheint.

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