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Kopf und Körper

Annette Kerckhoff
Gesundheitswissenschaftlerin

BSc Komplementärmedizin MSc Gesundheitsförderung. Seit 1990 freie Journalistin Schwerpunkt Gesundheit/Komplementärmedizin. Arbeite fest in der Patientenaufklärung für Natur und Medizin e.V.. und die Uniambulanz Witten/Herdecke.

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piqer: Annette Kerckhoff
Samstag, 02.03.2019

Wann Yoga schadet. Teil 1.

Yoga tut gut. Mehr und mehr Menschen praktizieren Yoga. Das ist die eine Seite.Yoga kann aber auch gar nicht guttun und das widerfährt leider auch immer mehr Yogabegeisterten. Und auch Yogalehrern.

Gepikt hier ist der Text aus der New York Times, der zum ersten Mal auf die möglichen Schäden von Yoga aufmerksam gemacht hat. Ein Buchauszug aus "The Science of Yoga". 

Da geht es um Schäden durch extreme Haltungen: überdehnte Bänder, Muskelrisse, Sehnenverletzungen, abgequetschte Nerven oder Blutgefäße zum Kopf mit Kopfschmerzen, Migräne oder sogar Schlaganfällen als Folge. Dann um Verletzungen bei Ungeübten oder Menschen, die sich selbst schlecht einschätzen können. Und schließlich um Schäden bei Menschen mit Vorerkrankungen. 

Auch wenn der Text von 2012 ist und auch wenn er extreme Einzelfälle beschreibt - er hat eine weltweite Diskussion angeregt. Die Aussage des Autors: Die Schäden werden nicht durch das Yoga selbst verursacht, sondern durch eine Überforderung beim Praktizierenden. Durch zu viel Ehrgeiz, zu viel Einsatz, zu viel Enthusiasmus, zu hohe Selbsteinschätzung, die falschen Übungen für einen persönlich. Das größte Risiko, so Broad weiter, dabei sind unzureichend ausgebildete oder ebenfalls überambitionierte Lehrer, die zu sehr pushen.

"...a number of factors have converged to heighten the risk of practicing yoga. The biggest is the demographic shift in those who study it. Indian practitioners of yoga typically squatted and sat cross-legged in daily life, and yoga poses, or asanas, were an outgrowth of these postures. Now urbanites who sit in chairs all day walk into a studio a couple of times a week and strain to twist themselves into ever-more-difficult postures despite their lack of flexibility and other physical problems."

Umsichtige Yogalehrer unterrichteten nach der hippokratischen Methode und zitieren dies auch „Primo nihil nocere“ - das Erste und Wichtigste ist, nicht zu schaden. 

Natürlich hat die Yogawelt darauf reagiert. Darum geht es im nächsten Piq.

Wann Yoga schadet. Teil 1.
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Kommentare 4
  1. Du Irrelevant
    Du Irrelevant · vor mehr als ein Jahr

    Wann Joggen schadet...
    Wann Internet schadet...
    Wann Essen schadet...
    Lässt sich beliebig fortsetzen.
    Zusammenfassung:
    Wenn übertrieben wird!

    1. Annette Kerckhoff
      Annette Kerckhoff · vor mehr als ein Jahr

      Hallo Du Egal,
      danke für deinen Kommentar. Da hast du schon mal was ganz Wichtigstes auf den Punkt gebracht.
      Die Frage ist allerdings eher: Wieso kommt es zum "Übertreiben"? Und das ist ja nicht nur einfach ein quantitatives Zu Viel, so wie man eben zu viel essen kann oder zu lange vor dem Bildschirm sitzt. Die Schäden beim Yoga resultieren daraus, dass man diese Übungen falsch versteht und falsch übt. Die hier empfohlenen Yoga-Lehrer lassen (für Westler) risikoarme Posen sehr lange aushalten. Da wird nicht weniger Yoga gemacht, sondern anders. Zudem geht es einfach darum, dass viele Yogalehrer zu schlecht ausgebildet sind und manche einen "Coaching-Ansatz" wie beim Fitnesstraining - du schaffst das, noch ein bisschen - haben.
      Grüße
      Annette

    2. Du Irrelevant
      Du Irrelevant · vor mehr als ein Jahr

      @Annette Kerckhoff Klar, schlecht ausgebildete Lehrer sind natürlich ein Problem! Ich würde jedoch behaupten, daß sie nicht soviel Schaden anrichten können, wenn Menschen mehr auf ihren Körper/ihr Gefühl achten, bzw nicht so empfänglich für "höher, schneller, weiter" sind!
      So weit ich das verstehe (mache selber kein bzw. sehr selten Yoga) geht es beim Yoga um Bewußtsein, (Selbst-)Achtung & Entschleunigung.

    3. Annette Kerckhoff
      Annette Kerckhoff · vor mehr als ein Jahr

      @Du Irrelevant Exakt! Das sehe ich genauso!
      Und mal ganz abgesehen vom Text: Ich war jetzt gerade 4 Wochen in Indien und hatte da eine indische Yoga-Lehrerin, die in ihren Anleitungen wirklich sehr viel mehr Atemanleitungen und spirituelle Anleitungen mit eingebaut hat, als ich das aus den Yoga-Kursen in Deutschland kenne.

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