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Medien und Gesellschaft

Wie Fernsehserien die Pandemie thematisieren

Alexander Matzkeit

Alexander Matzkeit spricht und schreibt als freier Journalist über Film, Kultur und Medien, unter anderem für den epd. Sein Podcast heißt "Kulturindustrie".

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Alexander MatzkeitMittwoch, 02.02.2022

Wer in den letzten zwei Jahren Serien geguckt hat, hat ihn sicher auch schon mal erlebt: jenen Schauder, wenn auf dem Bildschirm plötzlich große Menschenmengen zu sehen sind, fremde Leute sich die Hand geben und einfach niemand Maske trägt. Als gäbe es gar keine Pandemie, selbst bei Episoden, die eindeutig in der Coronazeit gedreht wurden.

Dass dies – völliges Ignorieren der weltweiten Ausnahmesituation – nur eine von mehreren Strategien ist, die Autor*innen und Regisseur*innen nutzen, um mit der Covid-Pandemie umzugehen, zeigt Isabella Caldart in ihrem Text für das Blog 54Books. Die Pandemie stellt nämlich für die Fiktion, wie sie gleich zu Anfang feststellt 

eine klare Zäsur dar. Bisher war es möglich, das Jahr beziehungsweise die Epoche einer Serie, eines Films oder eines Romans eher vage zu halten und dadurch eine Form der Gegenwärtigkeit zu vermitteln. (...) Ob (...) eine Serie nun 2010, 2015 oder 2019 spielte, machte keinen großen Unterschied. Es war immer ein diffuses „Jetzt“.

Manche Serien, am prominentesten wahrscheinlich Grey's Anatomy, haben sich entschieden, dass Angriff die beste Verteidigung ist und Covid einfach zum dominanten Thema gemacht. Aber auch das ließ sich nicht ewig durchhalten – und so landen viele Showrunner schließlich dabei, jetzt schon das "Danach" zu prophezeien. 

Was jede Lösung für Vorteile und Fallstricke mit sich bringt, dröselt Caldart detailliert und informativ auf. Zum Glück erwähnt sie auch die Herangehensweise, die ich bisher am cleversten fand: Die zweite Staffel von The Morning Show auf AppleTV+  spielt in den Wochen vor dem ersten Lockdown 2020, in denen eine TV-Redaktion versucht, überhaupt zu entscheiden, wie wichtig Covid werden wird. Die Serie spielt vor allem in den ersten Folgen genüsslich mit vollen Innenräumen und herzlichen Handschlägen, nur um den globalen Horror dann genauso langsam einschleichen zu lassen, wie wir ihn wohl alle damals erlebt haben.

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