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piqer: Otherwise Network
Donnerstag, 03.01.2019

Warum häusliche Gewalt auf die netzpolitische Agenda muss

Während über die öffentliche Seite digitaler Gewalt –  Hate Speech – mittlerweile viel diskutiert wird, haben wohl die wenigsten im Blick, dass digitale Gewalt auch im Privaten zu einem massiven Problem geworden ist. Spy Apps oder der Missbrauch von Smart-Home-Anwendungen sind immer häufiger Thema in den Beratungsgesprächen von Frauenberatungsstellen. Betroffene wissen nicht, wie ihnen geschieht: Der Ex-Partner weiß merkwürdigerweise immer den Aufenthaltsort, das Handy macht komische Sachen und mitten in der Nacht geht das Licht an.

Anne Roth hat die digitale Seite häuslicher Gewalt beim Chaos Communication Congress zum Thema gemacht. Der Vortrag lohnt sich allein deshalb, um das Thema persönlich auf dem Schirm zu haben. Dann kann man zum Beispiel Anzeichen im persönlichen Umfeld erkennen und entsprechend Hilfe anbieten. Und er ist Muss für alle, die sich mit Netzpolitik beschäftigen. Denn beim Thema digitale Gewalt wiederholt sich ein bekanntes Muster, das wir aus dem Bereich Gewalt gegen Frauen kennen: Das Thema gilt als Privatangelegenheit, für das sich die Öffentlichkeit nicht zu interessieren hat und es braucht jahrelanges feministisches Engagement, um es auf die politische Agenda zu holen.

Nachtrag: Auf Annes Blog findet ihr noch eine Literaturliste zum Thema.

Warum häusliche Gewalt auf die netzpolitische Agenda muss
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