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Technologie und Gesellschaft

Hakan Tanriverdi
Journalist, Süddeutsche Zeitung

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piqer: Hakan Tanriverdi
Freitag, 30.12.2016

USA-Russland, Vorwurf des Wahl-Hackings: Beweise wären gut - doch werden sie erbracht?

Für die SZ habe ich mit Jannis Brühl aufgeschrieben, was von den neu veröffentlichten Beweise des FBI zu halten ist (wenig). Umso wichtiger finde ich, dass auf die Anschuldigungen auch Beweise folgen. Schließlich geht es um eine Auseinandersetzung zwischen Russland und den USA - und der Vorwurf lautet: "Die haben unser demokratisches Grundprinzip unterminiert." 

Doch es gibt gute Gründe, dass die Öffentlichkeit keine Beweise sehen wird, wird in diesem Artikel argumentiert. Einer der Gründe: Geheimdienste müssen ihre Informationen prüfen. Das beinhaltet ein mehrschichtiges System. Wichtige Quellen könnten also preisgegeben werden. Der Artikel liefert wichtigen Kontext.

USA-Russland, Vorwurf des Wahl-Hackings: Beweise wären gut - doch werden sie erbracht?
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Kommentare 6
  1. Matthias Liesenhoff
    Matthias Liesenhoff · vor 12 Monaten

    Interessant und nachvollziehbar, wie die CIA sich und ihr Verhalten betrachtet, aber keine gültige Rechtfertigung. Die guten Kommentare zu diesem Washpo-Artikel sprechen Bände und zerlegen ihn mit Recht. Jeglicher Quellenschutz - das Hauptargument, warum die angeblichen Beweise nicht preisgegeben würden - steht in keinem Verhältnis zu der Ungeheuerlichkeit der Konsequenzen der Anschuldigungen: diplomatische Verwicklungen, wirtschaftliche Schäden, Rüstungsspirale, Weltkrieg. Einmal Irak sollte reichen. Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht mehr ohne Beweis. Schon gar nicht, wenn er Obama oder Clinton in die Hände spielt, den Hauptkriegstreibern der Welt, deren zweite Vornamen Korruption, Machtgier und über-Leichen-gehen sind. Something smells rotten in the state of Denmark.

    1. Frederik Fischer
      Frederik Fischer · vor 11 Monaten

      Mit der Abwägung sprichst du einen wesentlichen Punkt an. Quellenschutz darf keiner Abwägung zum Opfer fallen. Eine Frage der Abwägung wäre aber durchaus, ob man diese Anschuldigen an die Öffentlichkeit gespielt werden sollen, wenn man aus Gründen des Quellenschutzes keine Beweise dafür liefern darf.

  2. Marcus von Jordan
    Marcus von Jordan · vor 12 Monaten

    Weiß man eigentlich, in welchen Effekten sich diese Angriffe genau ausgewirkt haben? Also wie genau, in welchem Umfang und wie erfolgreich wurde der Wahlkampf manipuliert?

    1. Hakan Tanriverdi
      Hakan Tanriverdi · vor 12 Monaten

      Das ist unklar. Ähnlich wie bei Fakenews haben sich die Medien darauf gestürzt, weil es a.) wichtig ist aber b.) auch eine willkommene Ablenkung. (Im Sinne von: Es gibt Dutzend andere, ebenfalls relevante Erklärungen, deren Auswirkungen aller Wahrscheinlichkeit nach stärker sind (Wahldistrikte, die so geschnitten sind, dass die Republikaner davon profitieren, zum Beispiel.)

    2. Marcus von Jordan
      Marcus von Jordan · vor 12 Monaten

      @Hakan Tanriverdi Danke Hakan - finde ich krass. Alle diskutieren, ob es die Russen waren und keiner weiß, was überhaupt und inwiefern es relevant war. Ich verstehe auch ehrlich gesagt nicht, wie man Beweise prüft, wenn man die Tat nicht kennt. Hat Trump einfach recht mit seiner Aussage, dass eh niemand weiß, was abgeht?

    3. Hakan Tanriverdi
      Hakan Tanriverdi · vor 11 Monaten

      @Marcus von Jordan Das ist zu einfach, denke ich. Es gibt Firmen und IT-Spezialisten (um das ganz blöd zu formulieren), die seit Jahrzehnten Analyse betreiben. Sie können herausfinden, wer hinter Angriffen steckt. Können sie das jedesmal in einer Art und Weise, die alle überzeugen wird? Nein. Die Beweise erbringen sie nicht in einem Maße, die alle überzeugen. Das, was Trump sagt, ist aber einfach nur eine Ausrede, die ihm zupass kommt.