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piqer: 1E9 Magazin
Dienstag, 13.10.2020

So wollen Wissenschaftler Kontakt zu Aliens aufnehmen

Das Universum ist ziemlich groß. Da wäre es schon außergewöhnlich, wenn die Menschheit die einzige intelligente Spezies wäre. Das sagt auch die sogenannte Drake-Gleichung, mit der sich die Wahrscheinlichkeit von extraterrestrischen Nachbarn ermitteln lässt. Daher glauben auch zahlreiche Wissenschaftler daran, dass es da draußen irgendwo noch anderes Leben geben könnte. Forschungsprojekte wie das SETI Institut horchen daher bereits seit Jahrzehnten das All ab. 1E9 hat mit Seth Shostak gesprochen, dem Chef-Astronom des Instituts. Er hält, zum Beispiel, nach Radiowellen Ausschau.

„Radiowellen sind eine gute Möglichkeit, um Informationen in das All zu übermitteln“, sagt Shostak. „Entweder als gewollter Weg zur Kontaktaufnahme oder als Randeffekt ihrer eigenen Kommunikation.“ Aber auch auf das Registrieren von Laser- und andere Lichtsignalen oder auf die Entdeckung von Alien-Artefakten hofft das SETI Institute – etwa eine Dyson-Sphäre, eine riesige Schale oder einen Schwarm von Solarpanelen, die einen Stern einkapseln, um dessen Energie abzuernten. „Es ist vernünftig anzunehmen, dass eine fortgeschrittene Zivilisation so etwas baut“, sagt der SETI-Wissenschaftler. Solche Strukturen könnten etwa hinter Lichtschwankungen von Sternen stecken, was von 2017 auf 2018 Debatten um das seltsame Verhalten der Sonne KIC 8462852 anheizte.

Doch einige Forscher glauben, dass das einfache Hinhören nicht genug ist. Wir selbst müssten auf uns aufmerksam machen, um in Kontakt zu treten, finden sie. Und diese Überlegung ist keine Modeerscheinung. Bereits vor über 100 Jahren wurden erste Experimente entwickelt, um kosmischen Völkern einfache Signale zu senden.

Einer der Vordenker dabei war das deutsche Universalgenie Carl Friedrich Gauß. In Gesprächen mit Fachkollegen und seinem ehemaligen Lehrer soll er 1822 vorgeschlagen haben, von ihm entwickelte Heliotrope – eigentlich zur Landvermessung bestimmte Sonnenspiegel – in ganz Europa aufzustellen. Damit könne das Sonnenlicht oder auch das Licht von Gaslampen zum Mond gestrahlt werden. Der Franzose Charles Cros soll einige Jahre später einen ähnlichen Vorschlag gehabt haben. Er wollte demnach einen riesigen Parabolspiegel konstruieren und das Licht der zu dieser Zeit noch recht neuartigen Elektrolampen nutzen, um Blinksignale ins All zu schicken.

Heute sind es Menschen wie Douglas Vakoch von METI International, die diese Mission fortsetzen. Sie funken gezielt Nachrichten in den Raum und hoffen, dass irgendwann eine Antwort kommt – auch, wenn das bei den galaktischen Entfernungen durchaus Jahrzehnte, Jahrhunderte oder sogar Jahrtausende dauern dürfte. Damit sind nicht alle einverstanden. Denn einige Wissenschaftler glauben, dass das gefährlich und unverantwortlich ist.

Einer der bekanntesten Kritiker der aktiven Suche nach intelligenten Außerirdischen war der 2018 verstorbene Astrophysiker Stephen Hawking. Über mehrere Jahre warnte er, dass das Senden von Nachrichten ins All außerirdische Lebensformen anlocken könnte. Es könnte sich um eine hochentwickelte Zivilisation handeln, die nicht an anderen Kulturen im Weltall, sondern nur an Lebensraum oder Ressourcen interessiert ist – und keine Ethik oder Moral kennt, wie wir es tun. „Die Begegnung mit einer fortgeschrittenen Zivilisation könnte wie die Begegnung der Ureinwohner Amerikas mit Kolumbus sein“, sagte Hawking. „Die ging [für die Ureinwohner] nicht gut aus.“
So wollen Wissenschaftler Kontakt zu Aliens aufnehmen

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Kommentare 1
  1. Cornelia Gliem
    Cornelia Gliem · vor 22 Stunden

    Mit aktivem Senden wäre ich auch vorsichtig. Allerdings strahlen wir soviel passiv aus, dass das fast absurdum geführt wird.
    Das Kolumbus-Indianer-Beispiel ist zwar einleuchtend aber auch zt missverstanden - da Spanier und "Indianer" auf der gleichen Welt lebten, war es nur eine Frage der Zeit. Und es gehörte doch noch sehr viel mehr dazu, dass die Spanier / die Weißen die Indianer besiegten und fast ausgerottet haben, als der Moment der KontaktAufnahme.

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