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piqer: 1E9 Magazin
Freitag, 30.10.2020

So wird an der Erschaffung des Metaversums gearbeitet

Im Science-Fiction-Roman SnowCrash erfand der Autor Neal Stephenson einst eine faszinierende Virtual-Reality-Welt. Fast 30 Jahre ist das mittlerweile her. Dennoch hat dieses fiktive Metaverse, wie es Stephenson taufte, viele Menschen – und vor allem viele IT-Entwickler und Start-up-Gründer – seit jeher fasziniert. Und tut es heute noch.

Neal Stephenson beschreibt das Metaverse in Snow Crash als eine riesige und räumlich gestaltete Onlinewelt, in die sich die Menschen wie der Pizzalieferjunge Hiro flüchten, um der tristen und traurigen Realität zu entfliehen – und sich jenseits von Gesellschafts-, Länder- und Kulturgrenzen neu zu erfinden. Oberflächlich gleicht sie einem entlang einer riesigen Straße aufgezurrten Virtual-Reality-Online-Rollenspiel, das jenseits der Bordsteine eine komplette Parallelrealität abbildet. Im Metaverse existieren eine eigene Kultur, Gesellschaft, Wirtschaft und ein Set an Regeln und Normen. Menschen leben, arbeiten, exponieren sich dort in allen erdenklichen Formen.

Einige sind überzeugt, dass nun die Zeit gekommen ist, das Metaversum von der Fiktion in die Realität zu holen. Und sie haben auch schon damit angefangen. Wobei die Vorstellungen, was das Metaversum ausmacht und welche Technologien nötig sind, ziemlich auseinandergehen. Genau genommen wird an verschiedenen digitalen Welten gearbeitet, die irgendwie der Idee des Metaversums näherkommen, aber doch zu isoliert sind. Der tschechische Entwickler Tomáš Mariančík vom Start-up Solirax, der als VR-Wunderkind gilt, will daran etwas ändern - mit seinem Universum namens NEOS VR.

Für Mariančík ist daher der erste Schritt zur Schaffung eines Metaversum, diese Grenzen aufzubrechen und Dinge, die sonst nur in separaten Programmen getan werden können, in einem gemeinsamen virtuellen Raum nutzbar zu machen. […] Eine etwas andere Vision hat das französische Studio Novaquark. Das arbeitet seit über vier Jahren an Dual Universe, einem gigantischen Online-Rollenspiel, das im Jahr 12.477 angesiedelt ist. Die Spieler starten, nachdem die Erde zerstört wurde, auf einem Planeten namens Alioth und sollen dort eine neue Zivilisation erschaffen. Wie in Minecraft oder No Man’s Sky können sie die Umgebung verändern, Gebäude und Maschinerien errichten. Sie können aber auch Raumschiffe konstruieren, mit denen sie in das All fliegen, oder ganze Raumstationen konzipieren und weitere Planeten kolonisieren. „Nicht wir erschaffen den Inhalt des Spiels“, sagt Studiogründer Jean-Christophe Baillie daher. „Die Spieler machen das.“

Eine Welt für alle?

Aber nicht nur unabhängige Entwickler arbeiten an einem Metaversum. Auch Facebook und die Macher von Fortnite sind dran – und haben dabei den Vorteil, dass sie schon jetzt eine gigantische Nutzerschaft und vor allem die finanziellen und technischen Mittel besitzen. Dennoch glauben die optimistischen Visionäre, dass das Metaverse keinem Monopolisten gehören wird, sondern ein gemeinsamer Raum werden könnte, der daraus entsteht, dass sich viele Projekte und deren Gemeinschaften vereinen. Letztlich würde die digitale Parallelwelt allen gehören. Irgendwie.

Die Kernidee eines Metaversum ist schließlich, dass es nicht nur ein einziges Universum darstellt, sondern, ganz im Gegenteil, viele davon unter sich vereint; sie wie ein Regenschirm überspannt. Wenn also ein Metaverse entstehen sollte, dann dadurch, dass sich viele eigentlich abgekapselte Plattformen mit ihren Welten, Erfahrungen, Kulturen und Gesellschaften öffnen und unter einem gemeinsamen Banner verbinden. „Das ist eine Notwendigkeit. Ohne das wird eine Online-Welt wirklich nur ein ‚ummauerter Garten‘ sein, und die haben wir bereits mit all den Massively Multiplayer Online Games“, sagt James Mayo. Nicht nur NEOSVR, Project Genesis, Dual Universe, Fortnite, VRChat, Roblox, oder Second Life könnten zum Metaverse heranwachsen, sondern sie alle – gemeinsam und wohl noch mit vielen weiteren.
So wird an der Erschaffung des Metaversums gearbeitet

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