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Technologie und Gesellschaft

Konstantin von Notz
Stellvertretender Fraktionsvorsitzender Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen
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piqer: Konstantin von Notz
Mittwoch, 25.05.2016

Schwarze Straftäter in den USA: Vom Algorithmus diskriminiert?

Die Algorithmisierung unseres Lebens schreitet weiter voran - oft ist die Verdatung ganzer Lebensbereich mit negativen Folgen für das Individuum verbunden. In einer großen Zahl von US-Bundesstaaten werden Straftäter von Algorithmen beurteilt. Die Programme greifen maßgeblich auf Angaben zurück, die die Täter selbst machen. Am Ende werfen die Algorithmen einen "Risiko-Score" aus, der die Wahrscheinlichkeit beziffert, dass der Gefangene erneut straffällig wird. Mindestens einer dieser Algorithmen, das will das Journalismusprojekt "Pro Publica" nachgewiesen haben, diskriminiert aufgrund der Hautfarbe: Er stuft schwarze Angeklagte mit besonders hoher Wahrscheinlichkeit als zukünftige Kriminelle ein, während weiße Angeklagte häufiger fälschlich mit einem geringen Risiko eingestuft wurden. Auch dieses Beispiel zeigt: Wir brauchen Kriterien und neue gesellschaftliche Übereinkünfte, nach denen Algorithmen - auch nach ethischen Kriterien - überprüft werden.  

Schwarze Straftäter in den USA: Vom Algorithmus diskriminiert?
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