Kanäle
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kluge Köpfe filtern für dich relevante Beiträge aus dem Netz.
Entdecke handverlesene Artikel, Videos und Audios zu deinen Themen.

Du befindest dich im Kanal:

Technologie und Gesellschaft

Sonja Peteranderl
Reporter

Senior Editor @Wired_Germany. Co-Founder @BuzzingCities Lab. Berichtet auch für andere Medien wie Spiegel Online über internationale Politik, Tech, Cyber & Crime, OC, oft aus Lateinamerika/Mexiko.

Zum piqer-Profil
piqer: Sonja Peteranderl
Dienstag, 06.06.2017

#RealityWinner Whistleblower-Crackdown: Die Spur des Druckers

Auch unter der Trump-Administration gehen die USA weiter hart gegen Whistleblower vor. Das FBI hat die 25-jährige Reality Winner festgenommen, weil sie vertrauliche NSA-Unterlagen zur versuchten Wahlmanipulation durch russische Hacker an die Plattform „The Intercept“ weitergegeben haben soll.

"The Intercept" hatte einen Bericht zu russischen Cyberattacken veröffentlicht. Das „The Intercept“ anonym zugespielte Dokument, das Reporter den US-Sicherheitsbehörden zur Stellungnahme zeigten, leakte allerdings selbst. Denn durch Metadaten lässt sich identifizieren, auf welchem Drucker ein Dokument ausgedruckt worden ist. So gelang es den Ermittlern offenbar, mögliche Quellen schnell einzugrenzen. In einem Blogpost zeigt der IT-Experte Rob Graham Schritt für Schritt, wie sich der Drucker selbst bei einem gescannten Dokument nachvollziehen lässt – eine seit längerem bekannte industrielle Form der Überwachung, zu der Druckerhersteller in den USA verpflichtet werden. 

Für Whistleblower war es noch nie so leicht wie heute, so viele Dokumente so schnell zu verbreiten – doch Spuren zu verwischen, ist im digitalen Zeitalter noch schwieriger geworden. Ein Tipp der britischen MI5-Whistleblowerin Annie Machon: „Schau dir die Fälle früherer Whistleblower an, überlege dir, was funktioniert hat und was nicht.“ Hilfreich, doch absolute Sicherheit gibt es nicht. Der erste Whistleblower-Akt unter der Trump-Regierung zeigt auch, dass selbst Medien mit einem starken Fokus auf Cybersecurity wie "The Intercept" nicht frei von Fehlern sind, die ihre Quellen gefährden.

#RealityWinner Whistleblower-Crackdown: Die Spur des Druckers
8,8
6 Stimmen
relevant?

Möchtest du kommentieren? Dann werde jetzt Mitglied!

Bleib immer informiert! Hier gibt's den Kanal Technologie und Gesellschaft als Newsletter.