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Technologie und Gesellschaft

Mit Atomkraft aus der Energiekrise. Oder doch nicht?

Sven Prange
Journalist

Journalist. Interessiere mich für: Medienmodelle, die funktionieren; politische Prozesse, die beteiligen; digitale Transformation, die hilft; Ökonomie, die funktioniert, alles, was mit nachhaltiger Land- und Lebensmittelwirtschaft zu tun hat.

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Sven PrangeDonnerstag, 14.07.2022

Eine der verblüffendsten Vollen der Nachrichtenwelt ist ja derzeit diese, dass ausgerechnet jene Parteien, die den deutschen Atomausstieg in seiner jetzigen Form bei gleichzeitiger massiver Verhinderung des Ausbaus Erneuerbarer Energien zu verantworten haben, nun für eine verlängerte Laufzeit der Atomkraftwerke in Deutschland eintreten. Inhaltlich scheint das zunächst vernünftig, weil der Republik in den nächsten Monaten vermutlich der Energieträger Gas wegbrechen wird. Auch wenn Atomkraftwerke in Deutschland derzeit nur noch zwischen zwei und drei Prozent zur Energiegewinnung beitragen – besser ein kleiner Beitrag als keiner. Oder?

Dieser Film gibt, sehr schön erzählt, eine andere Antwort. Er geht nicht mal darauf ein, dass der wesentliche Rohstoff zur nuklearen Energiegewinnung derzeit in vielen Fällen auch aus Russland kommt. Sondern zeichnet anhand der Geschichte der Atomkraft in Deutschland eher die praktischen Probleme nach. Er ist dabei, wie der Titel schon unterstellt, nicht gerade unparteiisch. Die geschilderten Probleme werden dadurch aber eben nicht kleiner. Etwa die Zigtausenden Tonnen radioaktiven Mülls, dessen Lagerung völlig unklar ist. Oder die vielen Milliarden Euro öffentlicher Gelder, die Betrieb und Ausstieg verschlingen.

Natürlich hat sich in der Nuklearforschung seit dem Bau der derzeit aktiven deutschen Atomkraftwerke viel getan. Vieles davon auch, ohne dass Deutschland dort den Anschluss behalten hätte. Was der Film ebenfalls herausstellt und Deutschland in der internationalen Minderheitenposition, was den Einsatz von Atomtechnik angeht, einsortiert. Und mit Nachbarn, die am Menschheitstraum Kernenergie festhalten: Von 27 EU-Staaten betreiben 13 Atomkraftwerke und der Ausbau geht weiter.

Mit Atomkraft aus der Energiekrise. Oder doch nicht?

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Kommentare 3
  1. Florian Blümm
    Florian Blümm · vor 26 Tagen

    Dass unser Uran aus Russland kommen soll, ist einfach gelogen. Die können nicht einmal ihren Eigenbedarf decken.
    Und der Ausbau erneuerbarer Energien wurde mit Subventionen von 30-40 Mrd. Euro pro Jahr "verhindert"?

    Bitte erst recherchieren und dann schreiben...

  2. Thomas Wahl
    Thomas Wahl · vor einem Monat · bearbeitet vor einem Monat

    Ich fand den Film ziemlich desinformierend. Zum richtigen Zeitpunkt ausgestrahlt, wirkt wie bestellt in der gegenwärtigen Situation. Pauschal von zigtausend Tonnen radioaktiven Mülls zu sprechen ist Panikmache. Macht aber nichts, überprüft ja kaum einer. Nein, die Probleme werden nicht kleiner, wenn man sie groß aufbauscht. Und die Bürger nicht klüger ….

    Übrigens: "Summa summarum machen Wind und Sonne heute nur einen Anteil von rund acht Prozent unseres gesamten Energiebedarfes aus." Klar, besser ein kleiner Beitrag als keiner? 😏

    https://www.piqd.de/vo...

  3. Ferdinand H
    Ferdinand H · vor einem Monat · bearbeitet vor einem Monat

    Irgendwie fühlt sich Atomkraft auch nach dem Motto: Gewinne behalten - Verluste solidarisieren an. Der Müll ist in dem Fall der Verlust, das Problem haben dann hunderte von weiteren Generationen (wahrscheinlich grenzübergreifend), die Gewinne haben für kurze Zeit ein paar mächtige Einzelpersonen.

    Und wir denken wir sind eine moderne Gesellschaft....

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