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piqer: 1E9 Magazin
Dienstag, 03.11.2020

Mehr Vertrauen in Journalismus – durch Virtual Reality?

Eva Wolfangel ist eine vielfach ausgezeichnete Wissenschaftsjournalistin. Und auch sie hat miterlebt, wie manche Teile der Gesellschaft das Vertrauen in klassische Medien verloren haben. Besonders krass wurde ihr das während eines einjährigen Forschungsaufenthalts in den USA bewusst.

Ein Beispiel blieb ihr besonders in Erinnerung. Anfang Juni demonstrierten in Washington D.C. Tausende Menschen gegen rassistische Polizeigewalt. Offenbar hatten einige Probleme mit dem Handyempfang. Ausgehend von einem Tweet auf Twitter verbreitete sich dann unter dem Hashtag #DCBlackOut das Gerücht, die Behörden hätten absichtlich die Internetversorgung gekappt, um die Proteste zu stoppen. Doch das stimmte nicht.Angesichts der Erfahrungen, die viele der Demonstranten mit Sicherheitskräften gemacht hatten, konnte Eva zwar verstehen, dass Menschen dem Gerücht glauben schenkten. Doch es schockierte sie, dass sich die Situation kaum noch aufklären ließ. „Mir ist da klar geworden, dass niemand mehr das Vertrauen genießt, um so etwas wieder einzufangen“, erinnert sie sich. „Ich habe Tweets gesehen von Journalisten und Wissenschaftlern, die versucht haben, zu sagen: Das stimmt gar nicht. Ich wohne selber in DC und bei mir geht das Internet.“ Doch viele reagierten darauf mit Aussagen wie: „Ja, ihr steckt ja alle mit drin!“

Wie viele Kolleginnen und Kollegen hat auch Eva sich Gedanken darüber gemacht, wie sich neues Vertrauen gewinnen lässt, wie sich Redaktionen und Publikum wieder näher kommen können. Und dabei besann sie sich auf ihre Erfahrungen mit Virtual Reality. Denn für eine Reportage hatte sie lange über und in Social-VR recherchiert, also in VR-Anwendungen, die Menschen zusammenbringen.

Social-VR trifft auf Journalismus

Insbesondere bei ihren langen Aufenthalten im VR-Social-Network Altspace kam sie mit Leuten in Kontakt, die sie sonst nie getroffen hätte. Sie freundete sich mit einer strenggläubigen Muslimin aus Kuwait an, mit der sie lange Gespräche über Religion und Erziehung führte – und die sie später sogar in der nicht-virtuellen Welt besuchte. 

Die Idee von Eva Wolfangel war es nun, die guten Erfahrungen, die sie aus "normalen" Treffen mit skeptischen Menschen gemacht hat, in VR zu übertragen. Dabei lässt sich gleichzeitig eine der Stärken von VR nutzen: Dinge veranschaulichen und zeigen, die sonst nicht sichtbar wären.

„Meine Idee ist, sich mit interessierten Menschen in Social-VR zu treffen und dort gemeinsam einen Zusammenhang zu erforschen, beispielsweise Quantenphysik“, erklärt sie. „Meine Aufgabe als Journalistin ist dann, einen guten Gesprächspartner zu finden – einen Experten, der uns etwas über Quantenphysik erklären kann, zum Beispiel – und diesen interaktiv mit dem Publikum zu interviewen.“

Ende Oktober hat sie diese Idee auch schon getestet. Zusammen mit dem Harvard-Quantenphysiker Tim Menke und unterstützt vom HarvardVizLab lud sie eine Gruppe von Interessierten in eine eigens gestaltete virtuelle Welt bei VRChat ein. Auf Plattformen, die im Weltraum schweben – eine über dem Mars, eine über der Erde –, bekamen alle einen Einblick in die komplexe Materie von Quantenverschränkung und Superposition.

Mehr Vertrauen in Journalismus – durch Virtual Reality?

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