Kanäle
Jetzt personalisiertes
Audiomagazin abonnieren
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kluge Köpfe filtern für dich relevante Beiträge aus dem Netz.
Entdecke handverlesene Artikel, Videos und Audios zu deinen Themen.

Du befindest dich im Kanal:

Technologie und Gesellschaft

1E9 Magazin
Denkfabrik für die Zukunft: Magazin, Community und Events rund um neue Technologien.
Zum piqer-Profil
piqer: 1E9 Magazin
Montag, 14.09.2020

Laborfleisch macht Fortschritte. Doch die Produktion in wirklich großen Mengen wird noch dauern.

Die Produktion von Fleisch sorgt für die Emission von klimaschädlichen Treibhausgasen – und wird auch aus ethischen Gründen oft kritisiert. Daher arbeiten inzwischen zahlreiche Start-ups rund um die Welt daran, Fleisch in sogenannten Bioreaktoren herzustellen. Oder einfacher formuliert: im Labor zu züchten. Der Artikel gibt einen Überblick, wie weit die Gründerinnen und Gründer sind und wann sie ihre Produkte auf den Markt bringen wollen.

Die jungen Firmen sagen, dass durch ihre Technologie in Zukunft kaum noch Tiere für die Produktion von Nahrungsmitteln sterben müssen und das Klima geschützt wird. Dafür brauche es eigentlich nur noch Zellproben und ein Nährmedium.

Je nachdem, ob das Ziel Steak oder Hackfleisch ist, werden getrennt oder kombiniert mit den Muskelzellen auch noch Fett- und Bindegewebe herangezüchtet. Aus einem kleinen Stück vom Tier mit mehreren 100 Stammzellen könnten zwischen fünf und zehn Tonnen an Fleisch gezüchtet werden. In der Theorie zumindest. Die Herausforderung ist, das Wachstum dieser zunächst vollkommen entwurzelten Zellen anzuregen und sie mit dem zu versorgen, was sie für ihr Wachstum brauchen.

Anfangs war das Nährmedium ein echtes Problem, da es nur gewonnen werden konnte, indem Tiere getötet wurden. Inzwischen sollen sich dafür jedoch Lösungen gefunden haben.

Unternehmen wie Mosa Meat und Aleph Farms haben bereits Hackfleisch und ganze Steaks mit dieser Methode hergestellt. Laut ihnen wird es nicht mehr allzu lange dauern, bis sogenanntes In-Vitro-Fleisch oder Clean Meat in ersten Restaurants oder auch Supermärkten zu finden ist. Bereits zwischen 2021 und 2023 soll es soweit sein.

Andere Start-ups, auch Innocent Meat aus Deutschland, sind noch lange nicht soweit – und planen eher mit einem Markteintritt in zehn Jahren. Ein Nachteil wird das für diese Unternehmen jedoch nicht sein, glaubt Mark Post, der Pionier des Clean Meats und Gründer von Mosa Meat. Ihm und Marktbeobachtern zufolge wird es wohl noch Jahrzehnte brauchen, bis genug Produktionskapazitäten bestehen, um In-Vitro-Fleisch für ganze Länder und letztlich die Welt herzustellen. Daher sei genug Zeit für zahlreiche weitere Unternehmen, in das Rennen einzusteigen und sich mit eigenen Innovationen einen Platz zu erkämpfen – nicht zuletzt auch mit niedrigen Preisen. 

Fleischfreies Fleisch?

Bis das Kulturfleisch weithin verfügbar wird, könnte es also Jahrzehnte dauern. In der Zwischenzeit boomen allerdings in einigen Industrieländern Übergangslösungen: „Fleisch“, das aus Pflanzen hergestellt wird. Das soll immer mehr Menschen überzeugen und auf echtes Fleisch verzichten lassen.

Ende 2019 erlebte der Beyond Burger des kalifornischen Start-ups Beyond Meat einen echten Boom, als er in Europa verfügbar wurde. In Filialen des deutschen Discounters Lidl, der ihn zeitweise exklusiv im Angebot hatte, waren die Burger Pattys nach wenigen Stunden ausverkauft. Und das obwohl nur zehn Prozent der Bevölkerung vegetarisch und nur zwischen ein und zwei Prozent vegan leben. Die Produktion kam der Nachfrage nicht hinterher.
Laborfleisch macht Fortschritte. Doch die Produktion in wirklich großen Mengen wird noch dauern.

Möchtest du kommentieren? Dann werde jetzt Mitglied!

Bleib immer informiert! Hier gibt's den Kanal Technologie und Gesellschaft als Newsletter.

Abonnieren

Deine Hörempfehlungen
direkt aufs Handy!

Einfach die Hörempfehlungen unserer KuratorInnen als Feed in deinem Podcatcher abonnieren. Fertig ist das Ohrenglück!

Öffne deinen Podcast Feed in AntennaPod:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Downcast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Instacast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Podgrasp:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Bitte kopiere die URL und füge sie in deine
Podcast- oder RSS-APP ein.

Wenn du fertig bist,
kannst du das Fenster schließen.

Link wurde in die Zwischenablage kopiert.

Öffne deinen Podcast Feed in gpodder.net:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Pocket Casts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.