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Technologie und Gesellschaft

Hyperwar: algorithmengesteuerte Waffen und die Kriege der Zukunft

Florian Meyer-Hawranek
Head of Content, PULS

Redakteur bei PULS, dem jungen Programm des Bayerischen Rundfunks | u.a. für den Podcast "Einfach machen" und die Reportagereihe "Die Frage" | davor: Reporter für Fernsehen, Hörfunk und Print u.a. für quer | unterwegs in München, im Netz und in Lateinamerika

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Florian Meyer-HawranekDonnerstag, 31.12.2020

Ein monotones Surren. Ein leises Fiepen und Piepen. Plötzlich ein Knall: in einiger Entfernung nicht lauter als ein geplatzter Reifen. Darüber die Stimme des Moderators:

"That little bang is enought to penetrate the skull and destroy the contents."

Kurz zuvor hat der Moderator die kleine Drohne hoch in die Luft geworden. Sie flog über die Köpfe des Publikums, steuerte eine lebensgroße Puppe am anderen Ecke der Bühne an. Ziel: der Kopf der Puppe. Dann knallte es. Das Geschoss zerschmetterte die Schädeldecke.

"They used to say: Guns don`t kill people. People do. Well, people don't. They get emotional. Disobey orders. Aim high. Let`s watch the weapons make the decisions. And trust me: These were all bad guys."

Die kurze Szene ist Teil eines Videoprojekts aus dem Jahr 2017. Das Thema: Slaughterbots. Killerroboter. Automatisierte Attentäterdrohnen. Der Hintergrund ist ein aktivistischer. Hinter dem Video steckt Stuart Russel, Unterzeichner einer Petition für ein Verbot automatischer Waffen. Es war der Versuch, sichtbar zu machen, was im Moment noch nicht möglich ist oder im Verborgenen stattfindet: der algorithmengesteuerte Krieg.

Auch deutsche Militärs, Forschung und Rüstungsindustrie wollen dabei nicht zurückstehen. Künstliche Intelligenz bringe eine Revolution der Kriegsführung mit sich, höchstens vergleichbar mit der Erfindung des Schießpulvers oder der Atombombe, so der verteidigungspolitische Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion. Die Kriege sollen künftig weniger blutig sein und vor allem die Zivilbevölkerung soll geschont werden. Luftschlachten mit unbemannten Drohnen ohne zivile Opfer? Autonome Kampfroboter im Häuserkampf, die ohne Kollateralschäden zuschlagen können? Sieht so der Krieg der Zukunft aus?

Diesen Fragen gehen Matthias Martin Becker und Gerhard Klas, die Autoren in diesem hörenswerten Podcast-Piq, nach. Sie mischen fiktive Einsatzszenarien der nahen Zukunft mit echten "Maschinenentscheidungen" aus bewaffneten Konflikten der Vergangenheit, interviewen KI-Experten, die Rüstungsindustrie, Friedensforscher. Alles sehr anschaulich, sehr aufwändig produziert und umfassend recherchiert.

Was hängen bleibt: KI-Forscher warnen eindrücklich. Entweder wir hören auf, an KI zu forschen. Oder wir einigen uns darauf, diese nicht militärisch einzusetzen. Doch trotz der Warnungen vieler renommierter Wissenschaftler ist klar: Beide Möglichkeiten sind  nicht sehr wahrscheinlich.

Hyperwar: algorithmengesteuerte Waffen und die Kriege der Zukunft

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Kommentare 2
  1. Jürgen Klute
    Jürgen Klute · vor 6 Monaten

    Danke für den Hinweis. Ich kann die Empfehlung für diesen Podcast nur unterstützen. Er ist nicht nur sehr gut gemacht, sondern hoch informativ und kritisch gegenüber den waffentechnischen Entwicklungen.

    1. Florian Meyer-Hawranek
      Florian Meyer-Hawranek · vor 6 Monaten

      Und was ich auch gut finde: Die Beispiele - die fast scho mit Hörspielcharakter produziert sind - passen gut in die inhaltliche Struktur. Ist ja bei manchen anderen Features oft zwar künstlerisch, aber argumentativ nicht immer so wertvoll ;).

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