Kanäle
Jetzt personalisiertes
Audiomagazin abonnieren
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kluge Köpfe filtern für dich relevante Beiträge aus dem Netz.
Entdecke handverlesene Artikel, Videos und Audios zu deinen Themen.

Du befindest dich im Kanal:

Technologie und Gesellschaft

Forensik einer Bitcoin-Beschlagnahmung

Jannis Brühl
Redakteur
Zum piqer-Profil
Jannis BrühlDienstag, 06.07.2021

Im Juni gelang dem FBI ein Coup: Die US-Ermittler beschlagnahmten Bitcoin im Wert von 2,3 Millionen Dollar, die auf der Blockchain der Kryptowährung lagerten. Es ist ein großer Teil des Lösegeldes, den das Unternehmen Colonial Pipeline nach einem Angriff mit Ransomware gezahlt hatte. Behörden und Krypto-Skeptiker erklärten dies zum Beweis, dass Bitcoin entgegen den Sicherheitsversprechen der Blockchain eben doch zu knacken war. Tatsächlich steckte hinter der Beschlagnahmung aber kein wundersamer Hack, sondern viel digitale Detektivarbeit. 

Dieser Blogpost des Blockchain-Unternehmers Tuan Phan ist zwar etwas trocken geschrieben, aber lehrreich. Danach versteht man das Blockchain-Überweisungssystem und seine Konsequenzen für Zahlungen – ob an/von Kriminellen oder nicht – viel besser. Minutiös zeichnet Phan anhand der offiziellen Dokumente des US-Justizministeriums nach, wann das Geld von Colonial Pipeline an wen überwiesen wurde, wie es über mehrere Stationen weitergeschleust wurde, und wie unterwegs Anteile für die Helfershelfer der Erpresser abgezweigt wurden. Ironischerweise war es also eine einzigartige Eigenschaft der angeblich so anonymen Blockchain, die das Geld leicht zu verfolgen macht: Alle Zahlungen sind öffentlich, mit Kontextwissen und ein bisschen Software lässt sich der Weg des Lösegelds nachvollziehen.

Nur das Rätsel, wie das FBI sich dann an der entscheidenden Stelle das Passwort für das "Wallet" besorgte, in dem die Bitcoin lagerten, kann auch dieser Text nicht aufklären. Vielleicht haben die Polizisten ja doch etwas gehackt, nur eben nicht die Blockchain selbst, sondern den Computer eines der Gangster.

Forensik einer Bitcoin-Beschlagnahmung

Möchtest du kommentieren? Dann werde jetzt Mitglied!

Kommentare 1
  1. Cornelia Gliem
    Cornelia Gliem · vor 5 Monaten

    "Ironischerweise war es also eine einzigartige Eigenschaft der angeblich so anonymen Blockchain, die das Geld leicht zu verfolgen macht: Alle Zahlungen sind öffentlich, mit Kontextwissen und ein bisschen Software lässt sich der Weg des Lösegelds nachvollziehen."

    cool.

Bleib immer informiert! Hier gibt's den Kanal Technologie und Gesellschaft als Newsletter.

Abonnieren

Deine Hörempfehlungen
direkt aufs Handy!

Einfach die Hörempfehlungen unserer KuratorInnen als Feed in deinem Podcatcher abonnieren. Fertig ist das Ohrenglück!

Öffne deinen Podcast Feed in AntennaPod:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Downcast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Instacast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Podgrasp:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Bitte kopiere die URL und füge sie in deine
Podcast- oder RSS-APP ein.

Wenn du fertig bist,
kannst du das Fenster schließen.

Link wurde in die Zwischenablage kopiert.

Öffne deinen Podcast Feed in gpodder.net:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Pocket Casts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.