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Technologie und Gesellschaft

Thomas Rehehäuser
Thomas Rehehäuser
Community piq
Mittwoch, 27.02.2019

Ein EU-Gesetz, um Whistleblowing ad absurdum zu führen

Die EU möchte Whistleblower besser schützen. Im Grunde eine sehr guter Gedanke. Denken wir an die veröffentlichten Themen wie

  • Folter durch die US-Armee, Bradley Manning
  • Überwachung der weltweiten Bevölkerung durch die NSA, Edward Snowden
  • Manipulation der Berichte über irakische Atomwaffen, David Kelly
  • und und und (siehe Wikipedia)

In einer Welt, in der die Machtkonzentration immer mehr zunimmt, weil immer weniger Organisationen (Amazon, Google, Facebook, Apple, ...), immer mehr Macht haben – ist Whistleblowing die moralische Notbremse, um einen möglichen Machtmissbrauch aufzudecken.

Also macht sie die EU dran, Whistleblower besser zu schützen. Doch in Wahrheit werden sie damit Whistleblowing ad absurdum führen. Hier hier Vorschlag zur Vorgehensweise:

»Dieser sieht für Whistleblower zunächst jedoch einen internen Beschwerdeweg innerhalb der eigenen Firma vor, ehe sie sich im zweiten Schritt an eine öffentliche Behörde wenden können. Danach erst sollen sie sich an die Öffentlichkeit – etwa an Medien – richten können.«

Bradley Manning hätte es also zuerst seinem Chef melden sollen? Dann dem Verteidigungsministerium (die beide involviert und informiert waren)? Und erst dann hätte er an die Öffentlichkeit gehen dürfen? Oder Edward Snowden, Carl von Ossietzky, oder Martin Porwoll und Marie Klein oder oder oder ...

Ich frage mich, wenn soll dieses Gesetz schützen? Den Whistleblower oder die bestehenden Organisationen? Warum will die deutsche Regierung nicht einer direkten Lösung zustimmen? Doch lies selbst.

Ein EU-Gesetz, um Whistleblowing ad absurdum zu führen
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Kommentare 2
  1. Nutzer gelöscht
    Nutzer gelöscht · Erstellt vor 5 Monaten ·

    So wie ich das verstehe, will die EU dem Whistleblower freie Wahl lassen, wie er das meldet. Es sind die Deutschen, die bremsen und auf ein dreistufiges Verfahren bestehen.

  2. Thomas Rehehäuser
    Thomas Rehehäuser · Erstellt vor 5 Monaten ·

    Hier zum Thema, sehr lesenswert: https://correctiv.org/...

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