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Gaby Feile
Gaby Feile
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Sonntag, 24.02.2019

Digitalismuskritik: "Einmal pro Jahr ein neues iPhone ist nicht genug."

Was wissen die Eliten in Medien und Politik schon von den Grundlagen der Informatik? Können sie Über- und Untertreibungen richtig einschätzen?

"Es sieht nicht so aus", sagt Wolf Lotter, gewohnt direkt und klar, in seiner Digitalismuskritik. Er nennt das ideologische Konzept, zu dem die Digitalisierung geworden ist, Digitalismus. 

Apple (in Form eines Tweets, der zum Programmieren lernen in Schulen aufrief, der wiederum fast kritiklos akzeptiert wurde von der Twittergemeinde) kommt ebenso zu Wort wie die FDP ("Digital First, Bedenken Second"). Miriam Meckel, die vor Brainhacking warnt, muss sich von einem führenden Medium als "Schwarzmalerin" bezeichnen lassen. Und die Digital Natives? Sagen zu all dem meist nichts. Und nehmen halt jedes Jahr ein neues iPhone.

Dabei, so ist sich Lotter sicher, hatten Leute wie Steve Jobs als sie jung waren etwas anderes im Sinn, als das, was heute aus der Digitalisierung gemacht wird: "Persönliche Computer helfen dem Individuum dabei, sich zu emanzipieren, an Wissen heranzukommen, das zuvor nur große Organisationen hatten. Das Digitale war eine Ermächtigung, ein Echo der Sechszigerjahre, in der die frühe Konsumgesellschaft durch die Idee der Selbstbestimmung erschüttert wurde."

Lotters Fazit: "Nur eine kleine Minderheit hat bisher verstanden, dass die digitale Automation vor allen Dingen eine kulturelle und soziale Innovation ist." Er fragt deshalb: "Seid ihr schon digitalisiert oder habt ihr noch alle Tassen im Schrank?"

Digitalismuskritik: "Einmal pro Jahr ein neues iPhone ist nicht genug."
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