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piqer: 1E9 Magazin
Freitag, 17.07.2020

Die Städte sollten sich trauen, die Mobilitätswende aktiv zu gestalten

Wir sollten uns weniger darüber streiten, wem durch eine Wende der Mobilität etwas weggenommen wird. Und uns mehr darauf konzentrieren, was wir alle dadurch gewinnen. Das ist eine der zentralen Aussagen in der Kolumne des Mobilitätsexperten Sebastian Hofer.

„Die Mobilitätswende ist ein Projekt zur Erweiterung der Freiheit“, hat Dr. Anjes Tjarks zu mir gesagt. Sie sei kein Projekt, bei dem man die ganze Zeit darüber reden müsse, dass Fahrradwege irgendjemandem Parkplätze weggenommen haben. „Man muss sagen: Dieser Fahrradweg ermöglicht dir, auf einem breiten, sicheren Fahrradweg viel schneller voranzukommen und viel besser zu fahren.“

Anjes Tjark ist Hamburgs neuer Verkehrssenator. 

Die andere Aussage des Textes ist die: Städte sollten ihre Angst ablegen, am Primat des Automobils zu wackeln. Denn die Zeiten, in denen in der Stadtplanung das Ideal der autogerechten Stadt angesagt war, sind längst vorbei. Inzwischen unterstützen die Bürger vielerorts Konzepte, die eine Stadt der kurzen Wege ermöglichen, in denen man in 15 Minuten zu Fuß oder mit dem Fahrrad alles bekommen kann, was man braucht. 

Mit progressiver Mobilitätsgestaltung lassen sich Wahlen gewinnen

Dieses Konzept bildet auch die Grundlage für die Mobilitätspolitik der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo, die Sebastian Hofer so zusammenfasst: 

Ein wesentlicher und mit 300 Millionen Euro finanzierter Pfeiler sind dabei die angekündigten 650 Kilometer Fahrradwege, von denen in den ersten sechs Wochen bereits über die Hälfte umgesetzt worden sind. Das Bemerkenswerte an Anne Hidalgos Politik ist: Mit einem Plan, der vorsieht, dass 60.000 der insgesamt 83.500 Parkplätzen entlang der Pariser Straßen gegen Fahrradwege eingetauscht werden sollen, ist sie soeben wiedergewählt worden. Hätte man in Deutschland vor der Wahl eine Umfrage gemacht, ob solche Vorschläge einem politischen Selbstmord gleichkommen würden, hätten garantiert mindestens zwei Drittel der Politikberatungen mit einem entschlossenen „Ja!“ geantwortet. Nun jedoch steht der Beweis in den Geschichtsbüchern, dass eine vermeintlich unpopuläre politische Agenda mit Rückgrat einem doch den Rücken stärken kann.

Anne Hidalgo verfolgt diese Pläne schon länger. Doch in der Corona-Krise wächst auch in anderen Städten die Bereitschaft, bei der Mobilität neue Wege zu gehen. Endlich, findet Sebastian Hofer. Durch Pop-up-Fahrradwege oder die Bereitstellung von Mobilitäts-Apps, die Zugriff auf eine Vielzahl von Diensten erlauben  von Car- und Bikesharing, über E-Scooter, Bus und Tram bis hin zu U- und S-Bahn – verschaffen sie den Menschen mehr Freiheit bei der Wahl ihres Fortbewegungsmittels. (Sebastian Hofer rät bei der Entwicklung solcher Apps übrigens zur Kooperation mit privaten Unternehmen, die das technische Know-How mitbringen.)

Der Kolumnist ermuntert die Städte dazu, dem Beispiel von Paris und anderen progressiven Metropolen zu folgen – und dabei auch die Bevölkerung aktiv einzubeziehen. Dadurch würde die Politik auch feststellen, dass die Menschen oft schon "radikaler" denken, als die Verwaltung meint.

Die Städte sollten sich trauen, die Mobilitätswende aktiv zu gestalten
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