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Technologie und Gesellschaft

Michael Seemann
Kulturwissenschaftler, Autor, Internettheoretiker
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piqer: Michael Seemann
Donnerstag, 04.04.2019

Die Geschichte hinter DeepMind

Es herrscht derzeit viel Verwirrung um den Begriff "Künstliche Intelligenz". Er weckt falsche Erwartungen und Ängste, manche sehen die Welt in Gefahr, andere winken ab, ob des Hypes. Sogar Peter Thiel kann mit dem Begriff nichts anfangen, manche gehen sogar noch einen Schritt weiter und hinterfragen den Sinn des Wortes "Intelligenz".

Um besser zu verstehen, was "Künstliche Intelligenz" wirklich ist, um sein heutiges Potenzial zu erfassen und es in Relation zu den Science-Fiction-Vorstellungen zu bringen, lohnt es sich, einen genaueren Blick auf diejenigen zu werfen, die derzeit weit vorn in der Entwicklung "intelligenter" Systeme sind. Kein anderes Unternehmen hat in dieser Hinsicht so öffentlichkeitswirksam vorgelegt wie DeepMind, das KI-Unternehmen, das 2016 die führenden Go-Spieler deklassierte und heute Google gehört.

Dieses Stück ist ein sehr ausführliches Porträt der Firma und eines seiner Gründer, Demis Hassabis. Es zeigt, dass hinter den Ambitionen tatsächlich die Idee steht, eine menschenähnliche – eine "generelle" – Künstliche Intelligenz zu entwickeln. Es zeigt aber auch, dass trotz der enormen Fortschritte, die dabei erzieht wurden, auch DeepMind noch meilenweit von diesem Ziel entfernt ist. 

Im Zentrum steht dabei immer das Spiel. Das Spiel ist einerseits Hassabis Leidenschaft und gleichzeitig primäre Anwendungs- und Lernumgebung seiner entwickelten KI-Systeme. Das Spiel ist der Ort der unglaublichen Erfolge von DeepMind, es ist aber auch sein Gefängnis. Denn die Superkräfte, die die KIs im Spiel entwickeln, lassen sich meist nicht in die echte Welt übertragen.

Ich sehe solche ernüchternden Erkenntnisse ja immer positiv. Mit jeder weiteren Iteration in der KI-Forschung verstehen wir neu, was Intelligenz nicht ist, was sie nicht ausmacht, worauf sie sich nicht reduzieren lässt. Auch das ist Selbsterkenntnis. 

Die Geschichte hinter DeepMind
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