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Technologie und Gesellschaft

Konstantin von Notz
Netzpolitischer Sprecher und Bundestagsabgeordneter bei Bündnis90/Die Grünen
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piqer: Konstantin von Notz
Montag, 29.02.2016

Der Vorstoß ins Ich

Ein wirklich sehr gelungener Kommentar zu der Frage, worum es im derzeit zwischen einem der mächtigsten Tech-Konzerne und der US-Regierung ausgetragenen Kampf, aber auch in der deutschen Diskussion um die "Quellen-TKÜ" und den "Staatstrojaner", tatsächlich geht. Diese Frage treibt mich auch seit Längerem um: Geht es nur um Milliardengewinne eines sicherlich nicht nur altruistisch agierenden Unternehmens oder um nichts Geringeres als die Freiheit unserer Gedanken? Oder um beides? Noch nie gab es, darauf weist Müller von Blumencron zurecht hin, die Möglichkeit für Behörden, so schnell und effizient das Gesamtbild einer Persönlichkeit zu erforschen. Wer heute Zugang zum Smartphone und Computer eines Menschen hat, der hat den ultimativen Zugang zum Ich. Die Anordnung, ein Smartphone zu knacken, ist deshalb mehr als ein Durchsuchungsbeschluss für eine Wohnung. Es ist, so Müller von Blumencron, "ein Vorstoß in die Randbereiche unserer Seele". Und: "Einen Durchsuchungsbefehl für das Ich kennt bisher keine Rechtsordnung."  

Der Vorstoß ins Ich
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Kommentare 2
  1. Christoph Weigel
    Christoph Weigel · vor mehr als einem Jahr

    danke für dieses piq! neben der sehr reellen gefahr des "gläsernen bürgers" sehe ich auch mit äuserstem befremden, wie nebenbei auch einer der säulen eines rechtsstaats, die unschuldsvermutung, dabei unter die räder gerät: ganz flugs werden individualisierte datenberge zu tragfähigen beweisen - für was auch immer. resistance is futile...

  2. Gurdi (Krauti)
    Gurdi (Krauti) · vor mehr als einem Jahr

    Das schöne ist ja nicht nur dass man das Ich ratz fatz scannen und analysieren kann, sondern man kann es auch wunderbar rastern und damit politische Analysen erstellen, Stimmungen analysieren, Propaganda drauf zuschneiden und tausend andere undemokratische Dinge...