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Technologie und Gesellschaft

Der Mensch und die Natur – Aus der Sicht einer Künstlichen Intelligenz

1E9 Magazin
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1E9 MagazinFreitag, 01.05.2020

Das Indie-Videospiel In Other Waters sieht nicht allzu aufregend aus. Die Spieloberfläche besteht im Wesentlichen aus einer in wenigen Farben gehaltenen zweidimensionalen Karte und ein paar eingeblendeten Messgeräten. Und doch wird das Game weltweit in Kritiken hochgelobt, fast schon gefeiert. Auch der 1E9-Games-Spezialist Michael Förtsch ist fasziniert. Warum? Wegen der faszinierenden Beziehungen, die während der vier bis fünf Stunden, die das Spiel dauert, zwischen einem Menschen, einer Maschine und dem Ökosystem um sie herum aufgebaut werden.

Die Spielenden übernehmen nicht die Rolle der vermeintlichen Hauptfigur, der Xenobiologin Ellery Vas, die in einem High-Tech-Anzug einem Geheimnis in den Gewässern des Planeten Gliese 667Cc auf der Spur ist. Stattdessen steuert man die Künstliche Intelligenz, die den Anzug und dessen Sensoren kontrolliert. Dem Entwickler von In Other Waters, Gareth Damian Martin, ist es dabei erstaunlich gut gelungen, das maschinelle Sehen der Welt für Menschen verständlich zu machen.

Grundsätzlich verlangt In Other Waters dem Spieler nicht viel ab. Er muss die Umgebung scannen, Wegpunkte auslosen, Proben sammeln, Energie und Sauerstoff auffüllen. Später muss er auch Schweißen, mit organischen Proben verschiedene Hindernisse aus dem Weg räumen, in einem Minilabor experimentieren und durch Strömungen navigieren. All das findet in dieser minimalistischen Oberfläche statt. Und hin und wieder kann er, wenn sich Ellery Vas meldet, auf ihre Fragen und Kommentare mit einem Ja-Nein-Signal oder auch einem Schweigen reagieren. Jedoch entfaltet sich über die rund vier bis fünf Stunden Spielzeit eine faszinierende Mensch-Maschine-Beziehung. Während die Künstliche Intelligenz einen qua Konstruktion kühlen, distanzierten und wenig dynamischen Konversationspartner abgibt, wird die Forscherin mit jeder Stunde mitteilsamer.

Doch es ist nicht möglich, Empathie oder Mitgefühl für die Forscherin zu zeigen. Genau diese seltsame Beziehung zwischen Menschen, die oft dazu neigen, Maschinen zu vermenschlichen, und ihren technischen Hilfsmitteln wird im Spiel auf faszinierende Weise durchleuchtet. Daneben steht die Erkundung eines gesamten Ökosystems, das aufzeigt, wie vernetzt alles Leben miteinander ist. Das Indie-Game, das für PC und Switch erschienen ist, ist damit auch für Nicht-Gamer einen Blick wert.

Insgesamt fühlt sich In Other Waters durch all das weniger wie ein klassisches Videospiel an, sondern eher wie eine interaktive Science-Fiction-Kurzgeschichte, die über die Interaktion von Menschen und Maschine, die Ethik des interstellaren Kolonialismus, den Entdeckerdrang der menschlichen Spezies und noch so manches mehr spekuliert.
Der Mensch und die Natur – Aus der Sicht einer Künstlichen Intelligenz

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