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Technologie und Gesellschaft

Das rechte Netzwerk Parler ist offline. Und wir haben seine Daten.

Anna Wittmann
Lektorin bei piqd

Medienwissenschaft und russische Philologie in Regensburg, Prag, Berlin.

Mag Text und Bild und Feminismus.
Und Igel.

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Anna WittmannMontag, 11.01.2021

Das soziale Netzwerk Parler dient(e) als Sammelbecken für rechte Verschwörungstheoretiker, Holocaustleugner, QAnon-Anhänger und sonstige Trump-Fans. Nachdem Trump nach dem Angriffen auf das Kapitol am 6. Januar von seinen "heimischen" Kanälen Twitter und Facebook verbannt wurde, gingen Parlers Download- und Nutzerzahlen durch die Decke. Dann reagierten auch Google und Apple und sperrten die App in ihren Stores – und schließlich entzog auch Amazon dem Dienst seine Server und zog damit den Stecker.

Soweit, so gut. Warum das alles erst jetzt, ist ein anderes Thema. Bei Zeit Online gibt es dazu ein schönes Stück von Jörg Wimalasena:

"Dass Twitter nach Trumps jahrelangen Skandaltweets, die man auch in der Vergangenheit als Aufruf zur Gewalt (etwa die Forderung, Bundesstaaten mit strengen Covid-Beschränkungen zu "befreien") hätte bewerten können, nun in den letzten Tagen seiner Präsidentschaft so entschieden vorgeht, hat zumindest einen faden Beigeschmack."

Aber zurück zu den guten Tech-News: Bevor Parler offline ging, konnten 70 Terrabyte Daten sichergestellt und archiviert werden. Aufgrund von unzureichenden Sicherheitsmaßnahmen und fehlender Zwei-Faktor-Authentifizierung war das technisch nicht sehr schwer. Eine Wiener Hackerin Netzaktivistin, die den Dienst schon lange beobachtet, dachte sich, hey, bevor das Ding offline geht, müsste man doch eigentlich die Post, Fotos und Videos vom 6. Januar archivieren, da sie zur strafrechtlichen Aufklärung so wichtig sind. Schließlich hat der Mob die gesamte Attacke über Parler organisiert.

Mit dem Material des einen Tages war aber noch nicht Schluss: Ein ganzes Netzwerk von Aktivist*innen und Hacker*innen konnte Millionen Datensätze, User-Profile und unzähliges Bildmaterial sicherstellen. Auch jenes, das von den Usern nach dem 6. Januar aus Sorge vor Strafverfolgung gelöscht wurde.

Besonders praktisch hierbei:

"Helfen dürfte den Behörden dabei der "Verified Citizen"-Status von Parler: Um diesen zu erreichen, mussten Nutzer die Vorder- und Rückseite ihres Führerscheins hochladen. Auch diese Daten sollen zusammen mit den entsprechenden Nutzerkonten auf den Servern ungeschützt gespeichert worden sein."

Das Material soll nun an die Behörden übermittelt werden. Wir können gespannt sein, wie es damit weitergeht und wie die betroffene "Community" reagiert.

Das rechte Netzwerk Parler ist offline. Und wir haben seine Daten.

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