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Technologie und Gesellschaft

Mario Sixtus
piqer: Mario Sixtus
Sonntag, 10.04.2016

Das Internet steht auf einem Fundament aus Origami-Kranichen

Wenn wir in einem Online-Shop Socken in einer bestimmten Größe suchen, auf Instagram das Foto der mittäglichen Sardellenpizza hochladen oder auf Youporn Filme nach ganz persönlichen Kriterien sortieren, dann stoßen wir jedes Mal auf dem jeweiligen Webserver einen Code-Abarbeitungsprozess an. Im Jahr 2016 liegt solch ein Programmcode jedoch nicht mehr unbedingt ordentlich verschnürt auf dem Server herum, sondern er setzt sich oft genug erst beim Ausführen aus etlichen, im Internet verstreuten Quellen zusammen -- ohne dass der Nutzer davon etwas bemerkt. 

Vor zwei Wochen verschwand ein winziges, elf Zeilen langes Programmschnipselchen aus dem Netz, weil sein Urheber es in einer Wutaktion gelöscht hatte. Etliche Websites überall auf der Welt, auch namhafte, große, funktionierten daraufhin plötzlich nicht mehr. 

In diesem, auch für Nicht-Nerds verständlichen Text, beschreibt Quartz ausführlich, wie das passieren konnte. 

Der Text zeigt wunderschön: Das Web ist unter seiner Oberfläche immer noch ein filigranes, zerbrechliches Bastelwerk. Nicht Maschinen, sondern Menschen halten es zusammen, mit Code, Klebeband und mit viel Liebe. Und wenn auf einmal verletzter Stolz und Zorn ins Haus einziehen, dann kann das Web auch mal erzittern.

Das Internet steht auf einem Fundament aus Origami-Kranichen
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