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Technologie und Gesellschaft

Marcus von Jordan
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Community piq
Mittwoch, 19.12.2018

Bio Plattformen

Der Mathematiker Hammerbacher verließ facebook 2008 und sagte:

“The best minds of my generation are thinking about how to make people click ads,” he told Businessweek. “That sucks.”

Und dabei ist geblieben. Die großen Intermediäre manipulieren und überwachen und langsam setzt sich die Erkenntnis durch, dass das ein zentrales Problem ist. Denn der Erfolg dieser Unternehmen hat längst Monopole geschaffen, die weder mittelstands- noch demokratiefähig sind.

Zeynep Tufecki fragt sich nun, ob das wirklich nötig ist. Und ob solche Dienste nicht auch denkbar sind ohne datengetriebenes Geschäftsmodell:

Sure, raking in all this personal user data is convenient. Lead is also a great ingredient in paint: It’s anticorrosive, it helps coats dry faster, and it increases moisture resistance. But we outlawed lead in paint anyway, for reasons that now seem chillingly obvious. We can do the same for data surveillance.

Die Autorin will den Plattformen "helfen", in dem sie reguliert werden und sie merkt richtig an, dass Autos früher auch ohne Gurt und egal mit wieviel Emissionen gebaut werden durften und dass die Regulierung die Unternehmen nicht vernichtet hat. Sie glaubt so könnten auch Plattformen entstehen, für die die User auch bezahlen würden.

Abgesehen davon, dass ich längst für piqd bezahlen würde, bin ich froh, dass diese Stimmen sich häufen. Seit Jahren ziehen wir mit solchen Ideen durchs Land und wurden lange nur belächelt. Aber wir brauchen eiligst "Bio-Medien" und "Bio-Plattformen"!

Bio Plattformen
9,1
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Kommentare 8
  1. Daniela Becker
    Daniela Becker · vor 2 Monaten

    Ich hab den Begriff "Bio-Plattform" jetzt schon öfter bei dir gelesen und verstehe (glaube ich), was du meinst. Aber ehrlich gesagt finde ich "Bio" keine besonders gute Metapher für das was du/wir uns wünschen. Und es schreckt möglicherweise auch all die Leute ab, die durch "bio = gut" getriggert werden. Mit würde ein Wort besser gefallen, das herausarbeitet, dass es um den menschlichen Faktor geht anstatt um klickträchtige Algorithmen. Und dass es Geschäftsmodell geben kann ohne auf fragwürdige Weise Menschen auszuspionieren und ihre Daten zu verscherbeln. (Eine gute Idee hab ich aber leider grad nicht)

    1. Marcus von Jordan
      Marcus von Jordan · vor 2 Monaten

      ich will das Bild mal verteidigen. "Bio" macht ja den Vergleich zur Nahrung auf. Wir wollen nicht mehr irgendwas zu uns nehmen, sondern wollen bestimmte Garantien dazu, wie die Nahrung produziert, verarbeitet und transportiert wurde. Weil man ist, was man isst. Und nun wollen wir uns auch nicht mehr irgendwie informieren, sondern wollen eben auch da über die Garantien im Kontext sprechen, weil man ja auch ist, was man liest.
      Das ist natürlich oberflächlich und wenig konkret und sicher auch etwas reißerisch, aber eben die beste Idee, die wir bis jetzt hatten, um schnell klarzumachen, um was es uns geht.

    2. Daniela Becker
      Daniela Becker · vor 2 Monaten

      @Marcus von Jordan Aber wir wollen ja nicht, dass eine kleine Menge Menschen bio-gelabelte Produkte essen kann, sondern alle Menschen Zugang zu hochwertigen und gesunden Lebensmittel haben. Ich würde mir wünschen, dass dieser nötige Paradigmenwechsel mehr Ausdruck mit einem Begriff erhält, der besser mit dem Medienkosmos korrespondiert ( à la Unbreaking News). Aber wie gesagt, was besseres will mir auch nicht einfallen. Schon gar nicht auf Deutsch.

    3. Marcus von Jordan
      Marcus von Jordan · vor 2 Monaten

      @Daniela Becker ja die Realität von Bio in der Nahrung ist die schwache Stelle an dem Bild - das würde ich auch so sehen. Es darf nicht elitär sein und wir haben auch nicht so verrückt viel Zeit in den Medien, wie es gebraucht hat Bionahrung wenigstens etwas aus der Nische zu holen...
      Aber das mit den "Garantien" das verfängt schon glaube ich. Und ich kann zumindest vom Fronteinsatz berichten, dass man mit diesem Bio-Bild in Anwendung auf Medien sofort Interesse erzeugt - das spürt irgendwie jeder, dass es da "sowas" braucht...

    4. Daniela Becker
      Daniela Becker · vor 2 Monaten

      @Marcus von Jordan Das freut mich natürlich grundsätzlich wenn Bio auf Interesse stößt :)

    5. Marcus von Jordan
      Marcus von Jordan · vor 2 Monaten

      @Daniela Becker ja auf der Buchmesse habe ich die Menschen bezüglich mojoreads mit "darf ich Ihnen mal unseren Bio-Buchladen im Netz zeigen? " angesprochen :) - das ging sehr gut.

  2. Dirk Janssen
    Dirk Janssen · vor 2 Monaten

    Es muss ja nicht immer gleich die völlige Verbannung von Werbung zu sein. Das Problem ist ja anscheinend die massive Verknüpfung von Nutzerdaten mit Werbung, um diese so personalisiert wie möglich auszuliefern. Ich fände eine werbebasierte Plattform ok, die mir eben nicht personalisierte Werbung, sondern einfach zufällig eingeblendetes Zeug präsentiert. Kann auch ganz interessant sein, ohne dass gleich all meine Daten gespeichert werden.

    1. Marcus von Jordan
      Marcus von Jordan · vor 2 Monaten

      ja, bin ich dabei.