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Technologie und Gesellschaft

Clearview AI und die Zukunft der Gesichtserkennung

Jannis Brühl
Redakteur
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Jannis BrühlSamstag, 20.03.2021

Clearview AI machte Anfang 2020 Schlagzeilen. Das Start-up aus den USA hat eine Art Google für Gesichter gebaut. Es hatte all die Fotos, die die Menschen in sozialen Medien von sich selbst hochluden, und die, die sonst noch von ihnen im Netz herumlagen, gescrapt. So baute die Firma eine weltweite Datenbank für Gesichter.

Diesen aktuellen Text aus der New York Times sollte man gelesen haben, um in Sachen Überwachungstechnik auf dem neusten Stand zu sein. Denn jedes Gesicht, von dem einmal Fotos online standen, wird zur Wanze. Das kann offenbar kein (westliches) Unternehmen so gut ausnutzen wie Clearview AI.

Reporterin Kashmir Hill fasst in dem langen Artikel ein Jahr nach der Enthüllung der Existenz von Clearview AI zusammen, wie sich das Unternehmen etabliert hat und mittlerweile von mehr als 3.000 Behörden in den USA genutzt wird. Sexualstraftäter, die auf Fotos ihrer Taten auftauchen, werden damit ebenso gejagt wie die Rechtsradikalen, die im Januar das Kapitol stürmten.

Hill ist ganz nah dran, wenn Clearview AI sich zum Supreme Court hochkämpfen will, um Beschränkungen des Einsatzes von Gesichtserkennung aus dem Weg zu räumen, wie sie einige Bundesstaaten eingerichtet haben. Die Argumentation von Clearview AIs hochdekoriertem Anwalt ist abenteuerlich-amerikanisch: Daten zum Beispiel von Facebook zu scrapen, sei durch "Rede" und damit durch "freedom of speech" geschützt – in der US-Rechtssprechung nicht sonderlich abwegig.

Hill hat das vergangene Jahr über Kontakt zum erstaunlich offenen Firmengründer Hoan Ton-That gehalten. In ihrem Artikel enthüllt sie auch die absurd anmutende Entstehungsgeschichte des Unternehmens, in der ein rechter Blogger, Peter Thiel und der Dunstkreis um Donald Trump und der US-Polizeiapparat eine Rolle spielen.

Nachzudenken lohnt es sich auch über die Frage, welche Rolle unsere Social-Media-Kultur für die Zukunft der Gesichtserkennung spielt:

Facebook and Google forbid “scraping”... Still, by encouraging billions of people to post photos of themselves online alongside their names, tech companies provided the ingredients for such a product to succeed, were anyone audacious enough to violate the platforms’ boilerplate legalese... It was precisely because of Clearview’s brazen collection of images from popular platforms that it was able to become its industry’s leader.
Clearview AI und die Zukunft der Gesichtserkennung

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