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Technologie und Gesellschaft

Künstliche Intelligenz

Sich selbst steuernde Autos sind mit Tesla bereits auf den Straßen, komplett autonomes Fahren in der Forschung. Roboter als Ärzte und das Töten von mutmaßlichen Terroristen auf Basis von Metadaten. Wie weit ist künstliche Intelligenz und wie sehr können wir ihr vertrauen?

Weitere Informationen zum Thema Künstliche Intelligenz

Kaum ein Thema aus der Welt der Technologie schafft es den Menschen so sehr in den Bann zu ziehen wie die künstliche Intelligenz. Unsere Popkultur wurde geprägt durch "Skynet", "HAL 9000" und Co., doch an dem Thema ist in der Realität viel mehr als nur Science-Fiction dran. Schon seit Jahrzehnten wird fleißig an dem Thema geforscht und immer beeindruckendere Resultate erzeugt.

Doch was genau ist eine künstliche Intelligenz? Kurz gesagt handelt es sich dabei um eine maschinelle Replikation menschlichen Denkens. Dabei sollen Computer intelligentes Verhalten nachahmen. Dies klingt vielleicht für manche gar futuristisch, doch schon heute findet man "K.I."s fast überall. Eine der bekanntesten Beispiele, die für viele zum Alltag gehören, sind die virtuellen Assistenten in vielen Smartphones. So ist Apples "Siri" nichts weiteres als eine künstliche Intelligenz, die zu einem ganz bestimmen Zweck entwickelt wurde.

Dasselbe gilt für die meisten Beispiele für künstliche Intelligenz. Während eine allgemeine K.I., die selbstständig denkt und lernt, noch eine Vision für die Zukunft bleibt, werden die meisten dazu entwickelt, spezielle Aufgaben zu lösen. So spezialisiert sich etwa IBMs bekannte künstliche Intelligenz "Watson" darauf, Fragen anhand eines großen Pools von Informationen zu beantworten. Ein weiteres Beispiel, dass jeder ausprobieren kann, ist die Website "Cleverbot", dessen Ziel es ist einen Chatpartner zu simulieren. Während man sich mit dieser künstlichen Intelligenz unterhält, lernt diese auch noch dazu und wächst so mit jedem Gespräch. Dieses "maschinelle Lernen" ist auch ein wichtiger Bestandteil der Branche.

Während die künstliche Intelligenz rein wissenschaftlich betrachtet äußerst interessant ist, löst sie in der Realität gemischte Reaktionen aus. Zum einen verspricht die neue Technologie einen besseren Lebensstandard für den Menschen. So können wichtige Aufgaben schnell, effizient und im besten Fall fehlerlos gelöst werden. Die Maschine, so lautet die Theorie, sei unter Umständen besser darin, Aufgaben zu lösen, wo menschliches Scheitern ein Problem werden kann. So ist eine der wichtigsten Entwicklungen in letzter Zeit etwa die Arbeit an computergesteuerten Autos. Diese sollen in den nächsten Jahren marktreif werden und die Verkehrssicherheit revolutionieren. Wo es nämlich keine fehleranfälligen Menschen am Steuer gibt und alles strikt durchkalkuliert wird, sollen Unfalltode ein Ding der Vergangenheit werden. Gleichzeitig ist auch etwa schon die Rede von winzigen Computern, die in den Körper eingeführt werden sollen, um diesen von innen zu überwachen und bei bevorstehenden Gefahren für die Gesundheit den Arzt zu alarmieren. Insgesamt ist also der Anreiz der künstlichen Intelligenz groß, da das Potenzial besteht, große Probleme unserer Gesellschaft effektiv zu lösen.

Doch leider kommt dies alles nicht ohne Preis. Denn künstliche Intelligenz ist noch weit davon entfernt, die perfekte Lösung für manche Probleme zu sein. Zunächst einmal sind Computer auch anfällig für Fehler. So gab es schon einige Unfälle mit Googles selbstfahrenden Autos. Doch das Problem geht viel weiter. Computer sind anfällig für Angriffe durch Hacker. Man stelle sich nur vor, dass ein begabter Hacker mit bösen Absichten die Kontrolle über ein Auto gewinnen könnte. Zudem besteht das Problem des Arbeitsmarktwandels. Immer mehr Jobs könnten durch künstliche Intelligenzen ersetzt werden, was viele in die Arbeitslosigkeit schicken würde. Zu guter Letzt bleibt bei vielen die Sorge, dass Computer für den Menschen eventuell zur Gefahr werden könnte. Wo in Filmen wie "Terminator" Roboter versuchen die Menschheit auszulöschen, gibt es bei vielen Sorgen, dass dies kein unrealistisches Szenario ist. Dies befürchtet sogar der weltberühmte Physiker Stephen Hawking. Das Thema der künstlichen Intelligenz ist also viel komplizierter als man zunächst denken könnte.