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Reportagen. fm
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Reportagen. fmDonnerstag, 18.08.2022

Ich glaube ja: Die meisten Menschen sterben zwei Mal. Das erste Mal sterben sie selbst. Das zweite Mal stirbt die Erinnerung an sie. Nehmen wir meine Oma Tete. Sie war Anfang der 90er aus Kuba nach Deutschland gekommen, in ein Dorf namens Reichenbuch im Odenwald. Sie lebte in einem Fachwerkhaus im zweiten Stock, eine Kuhglocke stets griffbereit – für den Fall, dass sie von unten etwas wollte, einen Tuc-Tuc-Keks zum Beispiel.

Über Oma Tete gäbe es eine ganze Menge zu erzählen, kann man sich denken, eine Frau aus Havanna, die ihr Leben lang in einer Fabrikhalle Zigarren rollte, plötzlich in der badischen Provinz. 2017, mit 91 Jahren, ist Ur-Oma Tete friedlich in Reichenbuch gestorben. Nach ihrem Tod habe ich oft an sie gedacht und auch oft von ihr erzählt, die Frijoles Negros; den Flan; ihr nächtliches Fernsehen.

Heute denke ich bei mir manchmal: Ich bin dabei, Oma Tete zu vergessen. Ihre Stimme. Ihren Geruch. Ihre Furchen und Falten. Weg. Ist mir Ur-Oma Tete deswegen vielleicht gram? Dass sie für mich gerade zum zweiten Mal stirbt und ich nichts dagegen unternehme?

Als ich den Text von Karen Köhler im Zeitmagazin gelesen habe, dachte ich das. Köhler hat ihrem Vater am Sterbebett versprochen: Ich werde dich nicht vergessen. Nur wie? Helfen sein alter Gameboy, seine Rohrzange, seine USB-Sticks?

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