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transform Magazin
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transform MagazinMittwoch, 03.11.2021

Wir Menschen sind soziale Tiere, und die meisten von uns benötigen ihre Herde – oder wie man heutzutage sagt: unseren »Tribe«. Wer gut in sein soziales Umfeld eingebunden ist, vor allem wer gute Freunde hat, ist nicht nur zufriedener, sondern auch widerstandsfähiger gegen Stress und insgesamt gesünder. Durch unsere technischen Geräte sind wir überaus effizient vernetzt. Es gibt viele Gründe, die zunehmende Technisierung unserer Gesellschaft zu kritisieren – die Möglichkeit, mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben, gehört nicht dazu. Doch eine wichtige Zutat zu unserer Interaktion mit unseren Liebsten können Smartphones (noch) nicht vermitteln: Berührung.

Auszug:

Weil das Umarmen, Drücken und Küssen von Kindern glücklicherweise nicht mehr als Verwöhnen gilt, kamen die meisten von uns als Kinder noch in den Genuss von regelmäßiger körperlicher Nähe. Doch für uns Erwachsene beschränken sich die sozialen Berührungen auf Händeschütteln, ab und an eine Umarmung zur Begrüßung oder zum Abschied, und intimere Berührungen mit Partnern. Wer im Zoo Affen beobachtet, wird schnell einsehen, wie weit unsere Berührungskultur von unserer biologischen Veranlagung abweicht.

Affen lausen sich gegenseitig fast die Hälfte des Tages. So viele Läuse können sie gar nicht haben. Daher sind Forscher der Arbeitsgruppe um den Anthropologen Robin Dunbar auf den Gedanken gekommen, dass das Lausen weniger einen hygienischen, sondern vielmehr einen sozialen Zweck hat. Tatsächlich lausen sich Affen umso mehr, desto größer die Gruppe ist, in der sie leben. Durch das Lausen werden Beziehungen zwischen den Affen gepflegt und Spannungen abgebaut, so dass es auch in großen Gruppen selten zu Konflikten kommt. Hinzu kommt die Beobachtung, dass zwei Affen, die einander regelmäßig lausen, auch sonst zusammenhalten: Sie helfen einander, sie trösten sich gegenseitig und teilen Essen miteinander. Aus unserer Menschen-Perspektive würden wir sagen: Sie sind befreundet. Wer sich gegenseitig laust, festigt Freundschaften.

Dunbar schlägt sogar vor, dass das Lausen der Affen die Vorstufe von Sprache ist und nicht etwa die Laute, die Affen von sich geben. Dies würde bedeuten, dass Berührungen die Grundform unserer Kommunikation darstellen. Tatsächlich konnte der Psychologe Matthew Hertenstein nachweisen, dass wir verschiedene Gefühle, beispielsweise Angst, Wut, Liebe und Dankbarkeit, gut durch Berührungen vermitteln können. In einer von Hertensteins Studien hatten die Teilnehmer die freie Wahl, ob sie die Emotionen über ihren Gesichtsausdruck, ihre Körperhaltung oder durch Berührung kommunizieren wollten. Die Teilnehmer bevorzugten Berührungen, um Liebe und Mitgefühl zu signalisieren. Auch diejenigen, die die Empfänger der Nachricht waren, die also die Gefühle identifizieren sollten, die ihr Versuchspartner darzustellen suchte, erkannten Liebe und Mitgefühl am leichtesten, wenn diese durch Berührung vermittelt wurden.

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