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Zeit und Geschichte

Berlin 1933 - Tagebuch einer Großstadt

Lutz Müller
Diplomökonom

Geboren 1956. Längste Schulzeit in Döbeln/Sachsen. Statistikstudium in Odessa. Tätigkeiten für verschiedene statistische Institutionen im In- und Ausland, Schwerpunkt Wirtschaftsstatistik und Beratung im Transformationsprozess. Un-Ruhestand in Berlin.
Kontakt: odessa.ua@sonnenkinder.org

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Lutz MüllerMittwoch, 18.01.2023

Die rbb-Abendschau berichtete von der Preview einer zweiteiligen Doku von Volker Heise, die am 17. Januar im Delphi Filmpalast in Berlin stattfand. Arndt Breitfeld sprach mit dem Drehbuchautor und Regisseur. Volker Heise erklärt prägnant, was die besondere Authentizität dieses Werkes ausmacht und worin Parallelen, aber auch gravierende Unterschiede zu heute zu erkennen sind.

Das Filmprojekt wurde vom rbb in Kooperation mit ARTE realisiert. 
Die komplette Doku wird am 24. und 28. Januar jeweils um 20:15 Uhr auf ARTE bzw. im rbb ausgestrahlt.

rbb Kultur sendete vorab ein Gespräch mit dem Autor. Die Erzählweise in „Berlin 1933 …“ knüpft an Heises frühere Doku „Berlin 1945“ an. In die feinen Gewebe der Geschichte, in die Mikrostrukturen einzudringen, sei ein guter Weg zu verstehen, wie sich der gewaltige Umbruch im Alltag der Menschen widerspiegelte. Der Audiobeitrag (8 min) ist unten verlinkt und lässt einen lehrreichen Filmabend erwarten.

Am 30. Januar jährt sich zum 90. Mal die Machtübergabe an die Nationalsozialisten. Die Frage, wie es dazu kommen konnte, ist schon oft gestellt worden. … "Berlin 1933 - Tagebuch einer Großstadt"… basiert auf Briefen, Presseberichten und Tagebuchnotizen von Zeitgenossen. Ranghohe Nazis werden ebenso zitiert wie linke Intellektuelle, Politiker, Arbeiter, Ärzte und ausländische Pressevertreter. Die Vielstimmigkeit der Erzählung liefert ein umfassendes Bild.

Auf ARTE ist ein Trailer zu sehen...

... und in der Mediathek bis 23.04.2023 die beiden Teile der Doku. 


Berlin 1933 - Tagebuch einer Großstadt

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Kommentare 3
  1. Lutz Müller
    Lutz Müller · vor 6 Tagen · bearbeitet vor 6 Tagen

    Eine Rezension der Doku veröffentlichte Jens Müller auf https://taz.de/Arte-Do... und findet einige interessante Bezüge in Heises gesamter Filmographie. Wegen seiner akribischen Recherchearbeit charakterisiert er Heise als „Dokumentarfilmer mit dem weltweit meisten Sitzfleisch“.

    Der SPIEGEL feiert die Doku in einem Beitrag von Kulturredakteur Oliver Kaever gar als Meisterwerk: www.spiegel.de/kultur/... (Abo S+).

    Da wäre ich mir nicht ganz sicher. Andreas Kilbs Filmkritik (von Achim Engelberg unten empfohlen) kann ich in verschiedenen Punkten nachvollziehen. Habe leider den zweiten Teil aus Zeitgründen noch nicht gesehen, aber erste Eindrücke fielen mit dieser Einschätzung zusammen. Allerdings mit seinem Fazit („zu viel Gleichmut“) gehe ich nicht mit - Kilb: „Die erste Etappe auf dem Weg nach Auschwitz sieht bei Volker Heise nur wie ein Betriebsunfall aus. Am Ende, als der filmische Abreißkalender im Dezember angekommen ist, prangt ein riesiges, hell erleuchtetes Hakenkreuz auf einem Straßenweihnachtsbaum. Erst da beginnt es den Betrachter zu schaudern. Zu spät.“ Wenn man den ersten Ankündigungen der Nazis genau zuhört und den weiteren Verlauf der Geschichte kennt, macht gerade die Darstellung der Banalität des Alltagslebens den Wert der Doku aus.

    Das Fehlen einiger wichtiger Zeitzeugnisse erklärt Torsten Wahl im Artikel www.berliner-zeitung.d... : In seinen Recherchen konnte Heise kein einziges Tagebuch aus der Berliner Arbeiterschaft finden. Den Grund dafür würde ich so erklären: Das Leben der Arbeiter war hart, und wie ich von meinem Großvater weiß, wurde er als aktiver Gewerkschafter umgehend gemaßregelt, worunter seine Familie bis zum Ende des Krieges extrem litt. Tagebuch schreiben war praktisch ausgeschlossen und eine hohe Gefahr.

    Dieser Artikel weist außerdem auf weitere Dokus des ÖRR hin:

    „Hitler - Die ersten 100 Tage“ in 4 Episoden von Eva Röger, Jürgen und Daniel Ast - schöpft aus Tagebüchern aus ganz Deutschland, auch aus der Arbeiterschaft, und ist politisch fokussierter: www.ardmediathek.de/se...

    „Hitlers Macht“ (3 Folgen) - „konzentriert sich stark auf die Biografie von Adolf Hitler, erzählt die Geschichte aus dessen Perspektive. So wird der Überfall auf Polen anno 1939 letztlich darauf zurückgeführt, dass er den Krieg lieber mit 50 als mit 55 führen wollte.“ www.zdf.de/dokumentati...

    „#HitlersMacht“ – In der zweiteiligen Doku, die jüngeres Publikum ansprechen soll, „erklärt Moderator Mirko Drotschmann, warum Adolf Hitler ein Influencer seiner Zeit war, und zeigt Methoden auf, die auch heute funktionieren, etwa die Schwarz-Weiß-Malerei, überspitzte Darstellungen, das Polarisieren, dreiste Fake News, emotionale Ansprache, Redundanz, einfache Claims und zielgruppenspezifischer Content. In einer Dreiviertelstunde gelingt dieser Doku ein anschaulicher Schnellkurs“: www.zdf.de/dokumentati...

  2. Achim Engelberg
    Achim Engelberg · vor 10 Tagen

    Danke.

    Die erwähnte Doku über 1945 gibt es hier:
    https://www.youtube.co...
    und hier:
    https://www.youtube.co...

    Und ein Vergleich zwischen den beiden langen Dokumentationen 1933 bzw. 1945 schrieb der kundige Andreas Kilb:
    https://www.faz.net/ak...

  3. Michael Homborg
    Michael Homborg · vor 11 Tagen

    Ich bin schon sehr gespannt, im besonderen auf den zu erwartenden Level an Ahnungslosigkeit/Glaubens-Unwillen in der deutschen Querschnittsbevölkerung ob der zu antizipierenden Umbrüche dieser nun wirklich dramatischen Zeitenwende. Danke vorab an Herrn Heise für so viel Recherche- und Redaktionsarbeit

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