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Dirk Liesemer
Autor und Reporter

Dirk Liesemer arbeitet als freier Autor für diverse Magazine, darunter mare. Zwei Bücher: "Lexikon der Phantominseln" (2016) und "Aufstand der Matrosen" (2018). Foto: Jan Windszus

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piqer: Dirk Liesemer
Freitag, 03.05.2019

Warum in Deutschland heute mal alle Lichter ausgehen sollten

Gut, solch eine Überschrift klingt nach Kevin Kühnert, aber heute haben wir in Deutschland - tatatatam - so viele Ressourcen verbraucht wie uns eigentlich bis zum Ende des Jahres zustehen. "Drei Erden wären notwendig, wenn die Welt so leben würde wie wir", sagt Alexandra Hostert und erklärt, wie man seinen persönlichen Erdüberlastungstag berechnen kann (hier entlang zum Footprintcalculator). Schlechte Nachricht: Selbst wer Vegetarisch isst und kein Auto fährt, ist keineswegs auf der sicheren Seite - man muss vor allem darauf verzichten, mit dem Flugzeug durch die Welt zu jetten. Übrigens: nicht irritieren lassen, im Beitrag ist von "morgen" die Rede, aber er lief ja auch schon gestern.

Erklärt wird das Konzept, das sich auf Zahlen der Vereinten Nationen stützt, auf der Seite Foodprintnetwork. Dort finden sich auch ein paar interessante Fakten:

  • In Europa und den USA hatte sich der ökologische Fußabdruck fast ein Jahrzehnt lang verbessert, nun ist er jedoch wieder angestiegen (und ist ohnehin viel zu hoch).
  • Gut sieht es in Russland aus, was aber hausgemachten Schwierigkeiten und den Sanktionen des Westen geschuldet ist (die also auf jeden Fall schon mal gut für die Umwelt sind).
  • Zu China: Nach Jahren dramatischer Verschwendung macht sich mittlerweile bemerkbar, dass das Land nicht mehr so massiv wie zuvor auf Kohle setzt, sondern auf Wind, Sonne und Wasser sowie auf Atomkraft. Allerdings: Aus ökologischer Sicht ist das chinesische Modell keine Alternative.
  • Und an Venezuela und Kuba wird klar: Was dem Klima wirklich hilft, ist eine massive Wirtschaftskrise - allerdings im Falle von Venezuela mit katastrophalen Folgen für die Bevölkerung.
Warum in Deutschland heute mal alle Lichter ausgehen sollten
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Kommentare 2
  1. Daniela Becker
    Daniela Becker · Erstellt vor 19 Tagen ·

    Deinen letzten Spiegelstrich halte ich nicht für konstruktiv. In Venezuela hungern und sterben Menschen. Gutes und umweltverträgliches Leben ist möglich ohne dass ein Staat auseinander fällt und Menschen leiden. Venezuela ist viel mehr ein Beispiel dafür was passieren kann wenn sich ein Staat einseitig von Erdöl abhängig macht und nur ein sehr kleiner Teil der Bevölkerung profitiert.

    1. Dirk Liesemer
      Dirk Liesemer · Erstellt vor 19 Tagen · Bearbeitet vor 19 Tagen

      Ja, danke, habe ich ergänzt. Und ist natürlich eine zynische Betrachtungsweise, aber das geben die Zahlen nun mal her.