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"Sie drückten mich zu Boden und haben mich wiederholt geschlagen"

Hauke Friederichs
Journalist und Autor
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Hauke FriederichsSonntag, 21.02.2021

Wer gegen die Regierung und den Präsidenten in Russland auf die Straße geht, der muss mit Festnahmen und Gewalt durch Sicherheitskräfte rechnen. Georgij Below traut sich dennoch, an Demonstrationen teilzunehmen. Er kritisiert, dass sich eine korrupte Elite schamlos bereichert. Das ist nicht ungefährlich. Er berichtet, was passiert, wenn Polizisten den Protest niederknüppeln.

"Wir standen auf dem Puschkin-Platz in Moskau und die Einheiten haben sich entlang der angrenzenden Straße aufgestellt. Ohne irgendeinen Anlass haben sie plötzlich angefangen, mit Stöcken auf Menschen einzuschlagen und einzelne aus der Menge in ihre Polizeibusse zu zerren", sagt Below gegenüber der ZEIT. "Als ich mich aus der Menge befreite, stand ich plötzlich vor den Polizisten. Ich versuchte zu fliehen, aber es war zu spät. Sie drückten mich zu Boden und haben mich wiederholt geschlagen, bevor ich festgenommen wurde."

Below, der in einem Fotolabor arbeitet und zwei Kinder hat, bewundert den Regimegegner Alexej Nawalny. Wie der Staat gegen seine Kritiker in den vergangenen sechs Monate vorgegangen ist, hat ihn empört. Am 23. Januar 2021 demonstrierte er friedlich für Reformen und landete mit blauen Flecken auf einem Polizeirevier. 

Wie ihm erging es mehr als 11.000 Anhänger oder Sympathisanten Nawalnys, die gegen seine Inhaftierung ihre Stimmen erhoben. ZEIT Online stellt einige Fälle vor.

Auch Anastasia Girdo, eine 21-jährige Studentin, hat gegen die Festnahme Nawalnys protestiert. Am 2. Februar, als Nawalny zu einer Strafe von mehreren Jahren verurteilt wurde, fuhr sie mit einer Freundin ins Zentrum von Moskau. Sie schlossen sich einer friedlichen Menschenmenge an.

"Dann hat die Polizei plötzlich die Straße vor und hinter uns abgesperrt", erzählt Girdo. "Wir sind in einen Innenhof geflüchtet und wurden von der Polizei eingekesselt. Wir haben die Hände hochgehalten und gesagt, dass wir friedlich sind. Einige Polizisten waren trotzdem wütend und haben mehrere Menschen mit ihren Stöcken geschlagen."

Alle Menschen in dem Hinterhof nahmen Polizisten mit und sperrten sie in einen Transporter. 32 Leute wurden in einem Raum gedrängt, der Platz für zehn Personen bot. Die Nacht über musste die Studenten auf dem Polizeirevier bleiben. Die Beamten nahmen die Fingerabdrücke, verlangten Zugang zu ihrem Mobiltelefon zu erhalten und stellten Fragen zur Familie. Anastasia Girdo weigerte sich, etwas zu erzählen. Sie kam am nächsten Morgen wieder frei. Nun rechnet sie damit, ein Bußgeld zahlen zu müssen.

"Sie drückten mich zu Boden und haben mich wiederholt geschlagen"

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