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Theresa Bäuerlein
Journalistin. Autorin. Seit (gefühlt) schon immer.
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piqer: Theresa Bäuerlein
Donnerstag, 25.10.2018

Saudi-Arabien – was ist das für ein Land?

Der tragische Fall des Journalisten Jamal Khashoggi geht seit gut zwei Wochen durch die Medien, erst nach massivem internationalem Druck hat Saudi-Arabien zugegeben, dass der Regierungskritiker Anfang Oktober im Istanbuler Konsulat getötet worden war, als er dort Papiere für seine Hochzeit abholen wollte. Jetzt ist angeblich ein Tonband aufgetaucht, auf dem seine Tötung zu hören sein soll. Riad besteht darauf, dass der Mann versehentlich bei einer Schlägerei starb. 

Viele von uns wissen nicht viel über Saudi-Arabien, Khashoggis Tod verstärkt wahrscheinlich viele Vorurteile, die in dem Artikel, den ich hier empfehle, treffend zusammengefasst sind.

Was denkst du über Saudi-Arabien? Vielleicht: „Da wohnen doch diese stinkreichen bärtigen Terroristen mit ihren verhüllten Opfer-Frauen und ihren mittelalterlichen, barbarischen Regeln!“

Wenn du dich bei diesem Satz ertappt fühlst, solltest du diesen Artikel lesen. Aber auch sonst ist er interessant als Überblick und Einordnung der Reformen, die das Land angeblich gerade verändern, und welche Rolle der Kronprinz steht, der unter internationaler Beobachtung und im Moment sogar unter Mordverdacht steht.

Saudi-Arabien – was ist das für ein Land?
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Kommentare 2
  1. Fabian Goldmann
    Fabian Goldmann · vor 16 Tagen

    Hab nur den kostenlosen Teil gelesen und so richtig gut finde ich den Text bis dahin nicht.
    "Im Jemen leistet sich der Kronprinz mit Iran einen Stellvertreter-Krieg." Das ist zwar eine ziemlich verbreitete Einordnung aber auch eine, der viele Analysten und Menschenrechtsorganisationen wie HRW widersprechen. Faktisch ist die Unterstützung Irans der Huthis eher ideell, während der allergrößte Teil von Tod, Zerstörung usw auf das Konto der Saudi-Koalition geht. Dass sich überall in der Region Iran und Saudis (oder Shia und Sunna) ggü stehen, ist ein Narrativ, das selbst einmal im saudischen Herrschaftskreis entstanden ist.
    Die "natürliche Loyalität gegenüber den Palästinensern" haben die Saudis nicht erst unter bin Salman abgelegt. Spätestens seit 2005/06 gab es auch auf höchster dipl. Ebene offizielle Annäherungen.
    „Frauen und Männer sind ebenbürtig“ ist auch für Saudis kein revolutionärer Satz, sondern eine in islamisch-theologischen Kreisen verbreitete Floskel, die in etwa der in der kath. Kirche beliebten Unterscheidung zwischen gleichwertig und gleichberechtigt entspricht also genau das Gegenteil von weiblicher Emanzipation zum Ziel hat.

    1. Theresa Bäuerlein
      Theresa Bäuerlein · vor 16 Tagen

      Zu deinem letzten Absatz: Dass hinter diesem Satz keine echten Reformbemühungen stehen, steht im Text

      "7. Wird Saudi-Arabien mit den Reformen auch demokratisch?

      Ganz klar: nein. Die saudischen Frauen bekommen nicht mehr Rechte, und das Land öffnet sich nicht gen Westen, weil MbS plötzlich ein Fan demokratischer Prozesse geworden ist und seine Macht in Zukunft aufteilen will. Es ist genau andersherum: Die gesellschaftlichen Reformprozesse sind für den Kronprinzen und seine Zukunft unerlässlich, damit das Land sich wirtschaftlich stabilisiert und die Bevölkerung sich ruhig verhält. Hinter der Reform steht also kein politisches Umdenken – sondern eine wirtschaftliche und machtpolitische Notwendigkeit. MbS gilt als Machthaber, der niemanden neben sich duldet, der auch nur Kritik äußert. Er ist zwar ein Reformer, das ja - aber ein autoritärer, wie die jüngsten Ereignisse rund um Jamal Khashaoggi einmal mehr gezeigt haben."