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Hauke Friederichs
Journalist
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piqer: Hauke Friederichs
Freitag, 11.01.2019

National, konservativ, rechtsextrem? Neue Konkurrenz am rechten Rand für die AfD

Er galt lange als rechter Hardliner in der AfD, für seine Freunde ist er ein Patriot, für seine Gegner ein Rechtsradikaler. Nun hat André Poggenburg, der frühere AfD-Landtagsfraktionschef in Sachsen-Anhalt, die "Alternative für Deutschland" verlassen. Er soll in wenigen Tagen eine neue Partei gründen, „Die Nationalkonservativen“. 

"Die Gründung der neuen Partei spiegelt den persönlichen Misserfolg eines Hoffnungsträgers des extrem rechten Parteiflügels wieder", schreibt Andreas Speit in der taz. "Gemeinsam mit dem thüringischen Landesvorsitzende Björn Höcke bündelte er einst die weit rechten Kräfte der AfD, um in der Bundespartei stärker mitzubestimmen."

In Partei und Fraktion war Poggenburg in den vergangenen Monaten immer mehr  zum Außenseiter geworden. Dabei ging es nicht um Inhalte, sondern um sein Auftreten und seinen Führungsstil. Im März 2018 überwarf Poggenburg sich mit der Fraktions- und Landesführung. Daraufhin gab er den Fraktions- und Landesvorsitz ab. Dem AfD-Bundesvorstand war das noch nicht genug. Dort befürchtete man wohl, dass Poggenburgs Verhalten im schlimmsten Fall zu einer Überwachung der AfD durch die Verfassungsschutzämter führen könnte. 

"Sein Kokettieren mit Traditionen des Nationalsozialismus wird ihm angekreidet", schreibt Speit in der taz. "Poggenburg selbst beklagte die übertriebene Angst vor eine Beobachtung, sprach von 'Hysterie' und beklagte das 'Zerwürfnis' zwischen Partei und Pegida."

In der AfD zeigte sich mancher nun besorgt, dass Poggenburgs neue Partei gemeinsam mit Pegida zur Landtagswahl in Sachsen antreten könnte und so der Alternative einige Wählerstimmen verloren gehen könnten.

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