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Daniel Schreiber
Autor und Journalist
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piqer: Daniel Schreiber
Mittwoch, 22.11.2017

Meanwhile in Washington: Neue Arten, politische Journalisten kleinlaut zu machen

Wir haben schon lange nichts mehr aus dem Weißen Haus gehört - zum einen, weil wir jetzt vor unserer ganz eigenen politischen Misere stehen, zum anderen, weil mit der derzeitigen amerikanischen Regierung neue Maßstäbe auf der politischen Katastrophenskala eingezogen sind. Alles, was unter Atomkriegsandrohung geschieht, ruft bei uns inzwischen eher so etwas wie Schulterzucken hervor. Dieser kühle Artikel von Masha Gessen und das beigefügte Video von der gestrigen Pressekonferenz des Weißen Hauses liefert eine weitere Erklärung: Die politischen Journalisten Amerikas werden inzwischen nicht nur daran gehindert, ihren Job zu machen, sondern auch systematisch erniedrigt und kleinlaut gemacht. Die Pressesprecherin Sarah Huckabee Sanders mach sich offen über die einst so wichtige politische Instanz dieser Pressekonferenz und über die anwesenden Journalisten lustig: Bevor die Journalisten Fragen stellen durften, die Sanders dann nicht oder nur mit offenen Lügen beantwortete, mussten sie sagen, wofür sie in ihrem Leben dankbar seien - war ja schließlich Thanksgiving. Masha Gessens kluge Analyse des Geschehens ist so beachtenswert wie dieses tatsächlich sehr erschreckende Video. Nicht nur der Präsident ist ein Bully, sondern auch seine Pressesprecherin - man bewegt sich in kleinen Schritten in Richtung Diktatur. 

Meanwhile in Washington: Neue Arten, politische Journalisten kleinlaut zu machen
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