Kanäle
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kluge Köpfe filtern für dich relevante Beiträge aus dem Netz.
Entdecke handverlesene Artikel, Videos und Audios zu deinen Themen.

Du befindest dich im Kanal:

Seite Eins

Paulina Fröhlich
Projektmanagerin bei Das Progressive Zentrum, Ehrenamtlich bei Kleiner Fünf
Zum piqer-Profil
piqer: Paulina Fröhlich
Mittwoch, 05.09.2018

Helene Fischer gegen Fremdenhass - nervig aber wünschenswert!

Sie hat es getan. Helene Fischer, die beliebte Schlagerpopsängerin, hat sich nicht nur auf ihrer Facebookseite politisch geäußert, sondern auch noch auf dem ersten ihrer Nachhol-Konzerte in Berlin. Sie sagte:

Ich gebe nie politische Statements ab, denn meine Sprache ist die Musik. Aber heute Abend setzen wir auch ein Zeichen. Erhebt gemeinsam mit mir die Stimmen – gegen Gewalt, gegen Fremdenfeindlichkeit.

Darauf folgte der Song "Wir brechen das Schweigen". Die Netzaktivistin und Plakatkünstlerin 'Barbara' hatte Helene Fischer über ihre prominente Facebook-Seite gebeten "einen Platz in ihrem gigantisch vollen Terminkalender zu finden", um in Chemnitz aufzutreten.  Barbaras Post erhielt mehr als 25k Likes. Ob Frau Fischer wegen Barbara Stellung bezogen hat, weiß man nicht. Jedenfalls erreicht sie unendlich viele Menschen, von deren offenem Ohr Politiker_innen und ehrenamtliche Demokratieengagierte nur träumen können. Es ist meines Erachtens oft etwas nervig, wenn Stars und Sternchen politisch werden. Das liegt an der Oberflächlichkeit, mit der sie es häufig tun. Stets scheint das Von-allen-geliebt-zu-werden weiter oben auf der Agenda zu stehen, als das Haltungzeigen, wo es nötig ist.

Es ist wünschenswert und gut, dass Helene Fischer Haltung zeigte. Zur Zeit ist jede Haltung von Stars gegen Hass zu begrüßen. Eine Kritik gibt es jedoch von der Autorin:

Schade allerdings, dass sie das Wort Fremdenfeindlichkeit benutzte, statt Rassismus zu sagen. Denn der Mob von Chemnitz machte Jagd auf nicht- weiße Menschen – auch solche mit deutscher Staatsangehörigkeit. Sie zu „Fremden“ zu erklären, spielt Neo-Nazis und Rechtsextremen in die Hände. Vielleicht klappt’s beim nächsten Konzert mit der Ansage. Fischer ist ja noch neu im Politik-Geschäft.

Helene Fischer gegen Fremdenhass - nervig aber wünschenswert!
7,3
9 Stimmen
relevant?

Möchtest du kommentieren? Dann werde jetzt Mitglied!

Kommentare 1
  1. Marcus von Jordan
    Marcus von Jordan · vor 3 Monaten

    nervig durchaus auch finde ich, dass Frau Lange Frau Fischer hier noch belehren muss, wie sie es hätte besser machen können. Man muss das nicht schmählern, was Frau Fischer getan hat und kann guten Mutes sein, dass die gefürchteten Profiteure dieser angeblichen Fehlformulierung zu doof sind, das zu verstehen.