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Dirk Liesemer
Autor und Reporter
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piqer: Dirk Liesemer
Donnerstag, 14.03.2019

Erst Profit und Müll machen und später dann aufräumen: das funktioniert nicht.

Konstruktiver Journalismus ist nett, kommt bei vielen Menschen gut an und hat auch eine gewisse Berechtigung, aber man sollte darüber nicht die schlechten Nachrichten übersehen, die sich übrigens keineswegs immer gut verkaufen: Gestern hat das Umweltprogramm der Vereinten Nationen den sechsten Bericht zur Lage der Erde veröffentlicht. Im Untertitel steht zwar "Gesunder Planet, gesunde Menschen", aber das ist Schönsprech. Denn die Lage ist düster bis hoffnungslos: Artenvielfalt, Flächenverbrauch, Konsumabfälle. Es türmt sich alles zu einem immer größeren Problem auf, was sich zunehmend auch auf die Gesundheit auswirkt. Treffender müsste es daher heißen, wie DLF-Autor Volker Mrasek zu Recht vorschlägt: "Kranker Planet, kranke Menschen." Eine zentrale Botschaft lautet, dass Umweltprobleme letztlich für bis zu 25 Prozent aller Todesfälle weltweit mitverantwortlich sind. So etwas hört natürlich keine Regierung gerne, weshalb einige überlegen, wie sich solche Berichte unauffällig entsorgen lassen.

Erst Profit und Müll machen und später dann aufräumen: das funktioniert nicht.
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Kommentare 2
  1. Michaela Haas
    Michaela Haas · Erstellt vor 9 Tagen · Bearbeitet vor 7 Tagen

    Echt jetzt? Wieder das Uralt-Missverständnis, konstruktiver Journalismus sei nur nett und wolle schlechte Nachrichten ersetzen? Konstruktiver Journalismus ist nicht nett, und niemand sagt, er soll schlechte Nachrichten ersetzen, aber gerade das Beispiel Umweltverschmutzung zeigt: Man kann den Leuten noch so oft sagen, wie schlimm alles ist, man erreicht sie damit nachweislich nicht. Man erreicht sie am besten, wenn man nicht nur beschreibt, was Sache ist, sondern auch, was sie tun können.

    1. Dirk Liesemer
      Dirk Liesemer · Erstellt vor 9 Tagen ·

      Schon klar, aber davon kann man eben auch genervt sein. Und von Magazinen werden in aller Regel alle Geschichten abgelehnt, die eben nicht am Ende ein paar Absätze lang dem Leser sagen, was er denn nun tun kann.