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Drittes Entlastungspaket: Wer hat, bekommt mehr

Alexandra Endres
Journalistin
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Alexandra EndresDonnerstag, 08.09.2022

Insgesamt 65 Milliarden Euro soll das neue Entlastungspaket umfassen, das die Bundesregierung gerade angekündigt hat. Viel Geld, um die Auswirkungen der gestiegenen Energiepreise im laufenden und kommenden Jahr abzufedern.

Wie wird das Geld verteilt? Werden wirklich diejenigen besonders unterstützt, die Hilfe am nötigsten haben?

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat sich die Zahlen angeschaut, das Ergebnis findet sich in der aktuellen Ausgabe der ZEIT (und für Abonnenten auch auf ZEIT ONLINE).

Die DIW-Experten unterscheiden dabei zwischen Single-, Alleinerziehenden- und Familienhaushalten sowie zwischen fünf unterschiedlichen Einkommensgruppen, von Gering- zu Spitzenverdienenden. Sie berücksichtigen alle Bestandteile des Hilfspakets, die sich direkt quantifizieren lassen. Die geplante Strompreise und der Gasdeckel wurden nicht in die Berechnungen mit einbezogen. Ihre Wirkungen sind noch zu unklar.

Betrachtet werden Arbeitnehmerhaushalte, nicht jedoch die Empfänger von Transferleistungen, also Menschen, die Grundsicherung oder Wohngeld bekommen. Für diese Gruppen übernimmt der Staat die Heizkosten ohnehin komplett oder teilweise. 

Die Berechnungen zeigen: Es fließt Geld an viele Menschen, und zwar nicht wenig Geld.

Laut DIW gleichen die Hilfen die gestiegenen Gaskosten zu einem großen Teil aus. Je weiter der Gaspreis steigt, desto mehr müssen die Haushalte allerdings selbst stemmen. In einem Beispiel:

Bei einer Verdreifachung der Gaspreise steigen die Mehrbelastungen auf 2670 Euro. Die Familie müsste 809 Euro selbst zahlen. Das ist schon ein deutlich härterer Einschnitt in das Haushaltsbudget. Bei einer Vervierfachung stiege der Eigenanteil auf 1513 Euro.

Die Familie im Beispiel gehört zu den Geringverdienern. Aber auch Gutverdienende erhalten einen erheblichen Anteil der gestiegenen Kosten vom Staat zurück.

In absoluten Zahlen: Familien erhalten besonders viel, Spitzenverdiener mit Familien am meisten.

Eine Ursache für dieses Phänomen: die Mechanik des deutschen Steuersystems. Menschen mit mehr Geld zahlen meist auch mehr Steuern auf ihr Einkommen als Menschen mit wenig Geld. Das aber bedeutet: Wenn jetzt die Steuern gesenkt werden, dann entlastet das umgekehrt auch die Gutverdiener stärker als die Geringverdiener.

Ist das gerecht – und überhaupt notwendig?

Für Stefan Bach, Finanzexperte des DIW, ist das der Schwachpunkt des Pakets: Es hilft auch denjenigen, die eigentlich ganz gut ohne den Staat zurechtkommen würden.

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