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Doku über Lobbyismus: "Ich bin lieber Regisseur als Schauspieler"

Moritz Orendt

Gründer von Blogbox, Content Captain und Atlas der Selbstständigkeit. Freelancer. Online Marketing, digitale Produktentwicklung.

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Moritz OrendtMittwoch, 14.07.2021

Das erzählt ein sympathischer Professor aus Österreich, der für einen Stundensatz von 650 € die Gesetze im Sinne seiner Auftragsgeber zu beeinflussen versucht. Schauspieler sind in seinen Augen die Politiker:innen.

Diese Doku versucht zu ergründen, wie groß das Problem des Lobbyismus in unserer Demokratie ist und was dagegen unternommen wird.

Leider ist das Problem ja bekanntermaßen besonders in den Bereichen Verkehr, Agrar, Ernährung und Industrie sehr groß und die Union sorgt verlässlich dafür, dass vor allem kosmetische Transparenzregeln in Kraft treten, die sogar so Dickschiffe wie der Verband der chemischen Industrie als zu zahm kritisieren.

An der Doku ist interessant, wie Abgeordnete und Verbände vorgebrachte wissenschaftliche Erkenntnisse, die gegen eigene Positionen stehen als "nicht eindeutig" abbügeln.

Einfach mal Verbände, Abgeordnete (z.B. Philipp Amthor) und Lobbyisten reden zu sehen, fand ich sehr erhellend.

Ich wünsche mir aber unbedingt einen zweiten Teil, in dem vielleicht Lösungen zu Lobbyismus von anderen Ländern gezeigt werden und auch mehr Bürger zu Wort kommen.

Doku über Lobbyismus: "Ich bin lieber Regisseur als Schauspieler"

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Kommentare 11
  1. Marcus von Jordan
    Marcus von Jordan · vor 17 Tagen

    hab gestern "cui bono - what the fuck happened to Ken Jebsen" zu Ende gehört....letztlich mit gemischten Gefühlen, aber darüber piqe ich vielleicht noch.

    Wollte sagen - eigentlich empfehle ich sozusagen das double-feature aus dieser Doku und dem genannten podcast. Ich glaube das gehört auch zu dem ganzen Themenbereich "Anfälligkeit für Verschwörungstheorien - und mythen", das eben doch bekannt ist, oder immer wieder bekannt wird, wie viel in der Politik, eben nicht rational, demokratisch entschieden wird, sondern hintenrum gedreht und manipuliert wird, weil es eben jemandem nutzt und der dafür bezahlen kann, dass es in seine Richtung läuft. Wie viel eben nicht so ist, wie es öffentlich verkauft wird.

    Anders gesagt: dass Jebsen ein Spinner und oder skrupelloser Selbstoptimierer ist, ist letztlich schnell erzählt und schlüssig dargestellt. Seine und andere Verschwörungsmythen verfangen aber nur, weil sie meist irgendwie aufbauen auf Verschwörungstheorien, die sich schon allzu oft eben als gar nicht so verschwörerisch und theoretisch rausgestellt haben. Und das hat, glaube ich, ganz viel zu tun mit diesem Lobby-Sumpf.

  2. Maximilian Rosch
    Maximilian Rosch · vor 17 Tagen · bearbeitet vor 17 Tagen

    Mit Marco Bülow konnten wir letztes Jahr auch im piqd Online College über Lobbyismus sprechen: https://www.youtube.co...

  3. Norbert Simon
    Norbert Simon · vor 17 Tagen · bearbeitet vor 17 Tagen

    Wenn der „sympathische Professor aus Österreich“ Volk-Vertretende die Schauspielerei zuordnet, ist er maximal freundlich. Denn in Wahrheit spricht er von überbezahlten, willfährigen Statisten in einem Schauspiel, bei dem diese sich in der Hauptrolle wähnen.

    Spätestens wenn eine Frau Klöckner sich neben einen Nestlé-Boss stellt und uns debil lächelnd weiß machen will, wie toll dieses Unternehmen sich doch um die Verbraucher kümmert, fragen sich Zuschauende, welche Kindheitserfahrungen dazu führen, jegliches Schamgefühl, Reste von Anstand und Objektivität im Sinne des eigentlichen Wahlauftrags abzustreifen und sich dermaßen zu entblöden.

    Mag sein, dass einige Mandat-Tragende ein leidlich erkennbares „Opfer“ auf der Stirn stehen haben und wir Wählenden deshalb Mitleidskreuze auf dem Wahlzettel machen. In der freien Wirtschaft würden Mitarbeitende, die derart freudig und bereitwillig vor laufenden Kameras mit weit gespreizten Beinen ins Bett des nur am eigenen Profit und Nutzen interessierten Mitbewerbers springen, fristlos gekündigt und in Regress genommen.

    Was recht deutlich macht, dass unsere Politik kaum etwas mit der Lebensrealität derer zu tun hat, für die sie mit den durch Wählende erteilten Mandaten „eigentlich“ die Verantwortung hat.

    1. Moritz Orendt
      Moritz Orendt · vor 17 Tagen

      Ich verstehe den Frust, habe aber die Hoffnung, dass wir als Wähler durch die Wahlentscheidung doch einen Einfluss auf die Anfälligkeit der Mandat-Tragenden auf die Einflüsterungen der Lobbyisten haben.

      Eine gewisse Häufung der krassesten Fälle ist doch sehr klar bei der Partei zu beobachten, die verlässlich die meisten Stimmen bekommt.

      Anscheinend ist das vielen egal. Sagt man nicht, dass jedes Land die Politiker bekommt, die es verdient?

    2. Norbert Simon
      Norbert Simon · vor 17 Tagen

      @Moritz Orendt Das Fatale ist, dass „Hoffnung-Tragende“ wirklich alles dafür tun, sich selbst vom Teller zu schießen und Wählende offenkundig sehr kurze Erinnerungsspannen haben oder die Chuspe womöglich sogar still bewundern, mit der sich „alteingesessene Parteien“ und deren Protagonisten im „System Parlament“ ihr „Auskommen“ sichern. Zumindest legen Wahlprogonsen das nah.
      Doch womöglich → https://www.youtube.co...

    3. Maximilian Rosch
      Maximilian Rosch · vor 17 Tagen

      Zu Julia Klöckners wirken als Landwirtschaftsministerin hat das FUNK-Format "Die da oben" ein kritisches und differenziertes Video veröffentlicht: https://www.ardmediath...
      Das finde ich bei der Betrachtung des Lobbyismus auch so schwierig: differenziert zu bleiben und nicht zu pauschalisieren. Ja, es sollte mehr Transparenz, Kontrolle als im kürzlich beschlossenen Lobbyregister und auch einen legislativen Fußabdruck geben. Aber auf professionelle Beratung durch fachlich kompetente Interessensvertreter ist die Politik natürlich angewiesen. Jan Schippmann von "Die da oben" gelingt die Differenzierung ziemlich gut und auch die von Moritz empfohlene Doku reiht sich da ein.

  4. Marcus von Jordan
    Marcus von Jordan · vor 19 Tagen

    ...wie unfassbar krass dieser alte Werbespot ist...Zucker macht schlank!

    1. Moritz Orendt
      Moritz Orendt · vor 19 Tagen

      Ja, zum Glück darf man immerhin solche krass erfundenen Falschaussagen nicht mehr in Werbespots verwenden. A bisserl was hat sich dann doch in den letzten 65 Jahren getan. :-)

    2. Marcus von Jordan
      Marcus von Jordan · vor 19 Tagen

      @Moritz Orendt ne...das ist heute Politiker*innen auf social media vorbehalten.

    3. Norbert Simon
      Norbert Simon · vor 17 Tagen

      @Moritz Orendt Hm. Wenn ich mir aktuelle Werbung – speziell was Nahrungsmittel oder „medizinische Produkte“ ansehe – möchte ich vorsichtige Zweifel daran anmelden, dass „krass erfundene Falschaussagen“ keine Verwendung mehr in der Werbung hätten.

      Mir fallen da spontan Klagen gegen einen „lernstarken“ Fruchtsaft oder „schlau machende Bonbons“ ein, die primär aus Zucker bestehen. Es ist ein „Definitionsproblem“, s. https://www.brandeins.... : „Die Wahrheit lügt man sich zurecht“.

    4. Norbert Simon
      Norbert Simon · vor 17 Tagen

      Drei Würfelzucker pro Tag „und sonst nix“ könnten das hinbekommen…

      ⸮ Man wusste es damals halt nicht besser. ⸮

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