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Die Pandemie hätte verhindert werden können

Theresa Bäuerlein
Journalistin. Autorin. Seit (gefühlt) schon immer.
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Theresa BäuerleinMontag, 17.05.2021

Letzte Woche hat die WHO einen Bericht vorgestellt, in dem ein unabhängiges Gremium ein vorläufiges Fazit dazu zieht, wie die Pandemiebekämpfung weltweit gelaufen ist – und wie sie bei der nächsten laufen könnte. Ihr Zeugnis ist schlecht. Die Pandemie hätte verhindert werden können. Und wir sind nicht wirklich besser auf die nächste vorbereitet. Der ZEIT-Artikel ist hinter einer Paywall, hier die wichtigsten Punkte:

Dass die Pandemie nicht verhindert wurde, macht das Gremium an zwei Hauptgründen fest: 

Erstens unterschätzten die meisten Länder die Gefahr. Und zweitens erschien ihnen – vor dem Hintergrund, dass unklar war, wie schwer die Schäden werden würden, die der neue Erreger anrichtet – eine abwartende Haltung als weniger kostspielig und folgenreich. 

Was angesichts von bisher 3,4 Mio Toten weltweit wahnsinnig zynisch ist. Selbst Länder, die sich gut vorbereitetet hatten, wie Großbritannien und die USA, scheiterten.

Die Gründe, so der Bericht: ein Mangel an politischer Führung, Vertrauen in Regierung und Institutionen und ein Unvermögen schnell und flexibel zu reagieren. Ausnahmen sind Länder wie Singapur und Südkorea, sie haben es besser gemacht.

Expert:innen betonen jetzt, dass reiche Länder handeln müssen, die Impfstoffproduktion und -verteilung müsse global angeschoben werden.

Reiche Länder wie die USA müssen jetzt ein neues Manhattan-Projekt starten für die Produktionskapazitäten von Impfstoffen und einen Marshallplan, um sie an alle Orte der Welt zu bringen.
So Michael Osterholm, Epidemiologe von der University of Minnesota und Berater des US-Präsidenten Joe Biden.

Damit es bei der nächsten Pandemie besser wird, müsse ein neues Gremium installiert werden, das analog zum Sicherheitsrat über Bedrohungen der globalen Gesundheit wacht, eine Art Pandemierat. Und außerdem ein langfristiger Finanzierungsmechanismus für Pandemiekontrolle.

Es brauche ein neues globales und vollständig transparentes Überwachungssystem für Krankheitserreger. Die WHO solle in Zukunft nicht mehr die Länder, in denen es einen Ausbruch gibt, um Erlaubnis fragen müssen, ob sie die Welt darüber informieren darf. Genau das war zu Beginn der Pandemie in China ein Problem. Auch soll die WHO jederzeit – ohne Erlaubnis des Landes – Expertenteams schicken können, um einen Ausbruch zu untersuchen.
Auch auf nationaler Ebene müsse mehr investiert werden. Alle Länder sollen Pandemiepläne ausarbeiten und aktuell halten. Außerdem solle jede Regierung eine Art Pandemiekoordinator ernennen, der im Rahmen einer Pandemie für eine gut abgestimmte politische Reaktion sorgen kann.
Die Weltgesundheitsorganisation, die seit Jahren chronisch pleite ist, soll mehr Gelder bekommen, vor allem solche, über deren Verwendung sie frei verfügen kann.

Der WHO-Direktor soll – um politischer Einflussnahme vorzubeugen – nicht mehr für eine zweite Amtszeit gewählt werden können. Stattdessen soll sich seine Amtszeit von fünf auf sieben Jahre verlängern.

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Kommentare 1
  1. Silke Jäger
    Silke Jäger · vor einem Monat

    Da ist er wieder, der Pandemierat! Ich gebe die Hoffnung noch nicht auf ...

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