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Hauke Friederichs
Journalist
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piqer: Hauke Friederichs
Samstag, 22.09.2018

Die Kinder von Spender #2757

Er ist ein beliebter Spender. Viele Frauen, die ein Kind haben wollen, wählen das Sperma von dem sportlich aussehenden Mann aus dem Prospekt der Samenbank. Er trägt die Nummer #2757. Innerhalb mehrerer Jahre zeugte #2757 mindestens 29 Mädchen und 16 Jungen im Alter zwischen 1 und 21. Seine Kinder leben in acht Bundesstaaten der USA und in drei anderen Ländern.

Eine seiner Töchter heißt Arroyo. Sie will alle ihre Halbgeschwister treffen und kennenlernen. Bei einer beachtlichen Anzahl ist ihr das schon gelungen. Sie führt eine Tabelle, um den Überblick über ihre DNA-Verwandten zu behalten. 

Reporter der Washington Post haben sie begleitet und ein lesenswertes Stück über ihre Suche und einige große Fragen geschrieben: Wie ähnlich sind sich die Nachkommen von #2757, obwohl sie unterschiedlich aufgewachsen sind? Wie viele Eizellen sollten mit dem Sperma eines Spenders befruchtet werden dürfen – also wie viele Kinder so entstehen? Was macht es mit einem Kind von #2757, wenn es erfährt, dass es 44 Geschwister hat?

Andere Staaten haben weitaus strengere Vorschriften und Gesetze für Samenspenden. Sie legen die Zahl der möglichen Befruchtungen fest und regeln klar, wie viel Anonymität den Spendern zusteht. Die Vereinigten Staaten handhaben den Umgang mit Spendern wie #2757 sehr viel laxer. Das wollen nun einige Betroffene ändern – Kinder von Samenspendern kämpfen um mehr Transparenz und eine stärkere Regulierung.

Die Kinder von Spender #2757
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