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piqer: Reportagen. fm
Montag, 01.10.2018

Wie Tisi betrunken von der Brücke sprang - und seitdem im Rollstuhl sitzt

Bei 1,7 Promille denkt Tisi, er muss von dieser Brücke springen. In den Fluss und nur zum Spaß. Er schlägt unten auf und spürt seine Beine nicht mehr. Seitdem lebt er ein Leben im Konjunktiv: Was wäre, wenn ich nicht gesprungen wäre?

Wenn ich während der Pubertät zum Dosenbiertrinken in den Park gegangen bin, hat mir mein Vater immer den gleichen Spruch gedrückt: »Viel Spaß, nä, aber tu nix, was ich nicht auch tun würde.« Typischer Vaterspruch. Hat tierisch genervt. Gerade, weil ich mich oft daran gehalten hab. Immerhin: Es ging immer alles gut.

Ich musste daran denken, als ich Text von Caroline Wiemann gelesen habe. Es ist die Geschichte eines 18-Jährigen, der betrunken von einer Brücke springt und seitdem querschnittsgelähmt ist. Keiner hat ihn aufgehalten, keiner hat ihn gewarnt. Was sollte schon schiefgehen? Tisi hat mich, nun ja, an mich erinnert. Nach der Lektüre habe ich meinen Vater angerufen, um mich für seinen Ratschlag zu bedanken. Er sagte: Ich wollte nur dein Bestes.

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