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Reportagen und Interviews

Christian Gesellmann
Autor und Reporter

Geboren 1984 in Zwickau, Studium der Politikwissenschaft, Geschichte und Germanistik in Jena und Perugia. Volontariat bei der Tageszeitung Freie Presse, anschließend zweieinhalb Jahre als Redakteur in Zwickau. Lebt als freier Autor in Berlin und Bukarest. Quoten-Ossi bei Krautreporter.

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piqer: Christian Gesellmann
Samstag, 29.04.2017

Viel Glück, ihr Trottel! Lazarus und sein unmöglicher Marathon

Eigentlich wollte ich heute eine Reportage piqen, die ganz großartig die Zerstörungen beschreibt, die Schusswaffen am menschlichen Körper verursachen. 

Aber dann habe ich diese Reportage entdeckt, die sich ebenfalls mit einer Form der Selbstzerstörung beschäftigt, mit einer gleichfalls sinnlosen und konstruktiven Tätigkeit, die nur Menschen aufnehmen können, die auf einer Achse zwischen totaler Dummheit und absoluter Weisheit zu balancieren im Stande sind, kurz: Menschen in Freiheit. Ich dachte, dass passt dann doch besser zu einem Frühlingswochenende. 

Es geht in dieser nach Wald und Whiskey riechenden Reportage von Sara Estes für The Bitter Southerner um den exklusivsten und schwierigsten Ultramarathon der Welt, ein 160 Kilometer langes Rennen durch Tennessee, das in 30 Jahren überhaupt nur 14 Teilnehmer zu Ende gebracht haben, und vor allem geht es um den Erfinder und Organisator des Barkley Marathons, Lake „Laz" Lazarus. 

Nur um den Verdacht zu zerstreuen, es könnte sich hier um eine einfache Sportreportage handeln, möchte ich nur kurz zitieren, wie Laz die ausgewählten Teilnehmer auf das Rennen einstimmt und dann ein schönes, neues Wochenende wünschen, bevor ich den Laptop für die nächsten 60 Stunden zuklappe:

Back in February, the chosen runners each received a letter from Laz informing them of their selection. In the letter, he assures them their participation in the Barkley will “amount to nothing more than an extended period of unspeakable suffering, at the end of which you will ultimately find only failure and humiliation.” He advises they can spend the months before the race training, but the time would be better spent putting their affairs in order. “Update your will, visit with friends and relatives, and otherwise tie up any and all loose ends. Should the unfortunate mental condition which led to your application for the 2016 Barkley Marathons improve, you might still escape by simply writing me and asking that your slot be passed along to some other unfortunate fool.” He signs the letter, “May your god go with you, Laz.”

Viel Glück, ihr Trottel! Lazarus und sein unmöglicher Marathon
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