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Reportagen und Interviews

Alexandra Endres
Journalistin und Volkswirtin
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piqer: Alexandra Endres
Sonntag, 28.04.2019

Starke Fotos! Ihre Vorfahren waren Mexikaner, sie sind US-Bürger – weil die Grenze sich verschob.

Der Fotograf Tomas van Houtryve hat die Grenze zwischen den USA und Mexiko bereist, ihre Bewohner und Orte fotografiert. Nein, nicht die heutige Grenze. Sondern jene Linie, die bis zum Mexikanisch-Amerikanischen Krieg die Grenze bildete.

Der Krieg endete 1848; in ihm dehnten die USA ihr Territorium nach Westen bis zum Pazifik aus, und danach gehörte ihnen Texas bis zum Rio Grande. Zusätzlich gewannen sie ein Gebiet, das die heutigen US-Staaten Arizona, Kalifornien, Nevada, Utah und Teile von Colorado, New Mexico und Wyoming umfasst. Mexiko hingegen verlor die Hälfte seines damaligen Staatsgebiets.

In der New York Times stellt Simon Romero, ehemaliger Korrespondent in Rio, Caracas, Houston und Sao Paulo und selbst in New Mexico geboren und aufgewachsen, van Houtryves Fotos vor. Der porträtiert US-Bürgerinnen und Bürger, deren Vorfahren Mexikaner waren und oft einen persönlichen Bezug zur Geschichte hatten. Zum Beispiel Patrick García, der Nachkomme eines mexikanischen Generals. Oder Dorian Wayne Carranza, dessen Vorfahren die Siedlung gründeten, aus der später San Francisco wurde. Oder Susan Calderon Belman, deren Vorfahre Luis Manuel Quintero einst zu den afro-mexikanischen Gründern eines Orts namens El Pueblo de Nuestra Señora la Reina de los Angéles gehörte.

Alle ihre Familien kamen nicht selbst über die Südgrenze ins Land. Statt dessen überquerte die Grenze sie.

Für seine Aufnahmen benutzte van Houten eine historische, schwerfällige Holzkamera. Um seine Route festzulegen, hatte er eine alte Karte. Die Fotos sehen aus, als seien sie kurz nach dem Krieg entstanden – aber sie zeigen Menschen von heute. Es sind starke, eindrucksvolle Bilder. Durch den Kontext, den Romero liefert, werden sie noch interessanter:

Mr. van Houtryve, 44, wanted to challenge what he calls the West’s “puffed-up mythology” in which Hollywood nurtured the view that the expansion of the United States spread ideas like equality, liberty and democracy in conquered lands.

“In reality, these values arrived in the West straight from Mexico City,” said Mr. van Houtryve, who was raised in California and now lives in Paris. “The main ideological import of Anglo-Americans to the West at the time was actually strident white supremacy.”

Before President James K. Polk prodded the two nations into war, Mexico was nearly twice as large and the border was some 700 miles north of where it is now. Mexico prohibited slavery; American slave owners wanted to expand the institution.

(...)

With his pictures, (Mr. van Houtryve) homes in on the historical amnesia that envelops not just the Mexican-American War but so much else of America’s past, effectively enabling our new era of intolerance.

Im Herbst soll van Houtryves Arbeit im Verlag Radius Books als Buch erscheinen. 

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