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Dirk Liesemer
Autor und Reporter
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Dirk Liesemer
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Freitag, 30.11.2018

Philosophin Nancy Fraser: "Wir brauchen eine neue progressiv-populistische Mehrheit"

Ein aufschlussreiches Interview, das derzeit viel auf Twitter geteilt wird, zumindest in meiner Timeline - mit heikleren Aussagen als bislang wahrgenommen: Im Gespräch mit dem Philosophie Magazin führt die amerikanische Gegenwartskritikerin Nancy Fraser aus, warum es wichtig ist, dass sich die politische Linke wieder auf den Kampf gegen soziale Ungleichheit besinnt. Zu lange sei von Teilen der Linken die Verteilungspolitik vernachlässigt worden. Stattdessen habe sich ein "seltsames Bündnis" gebildet, um einen "progesssiven Neoliberalimus" umzusetzen: "Silicon Valley, Wall Street und Hollywood" auf der einen Seite und auf der anderen "der liberale Mainstream der 'Neuen sozialen Bewegungen' – liberaler Feminismus und LGBTQ-Rechte, Multikulturalismus und Umweltschutz". Letzterer habe dabei jedoch nur am Katzentisch der großen Politik sitzen dürfen. Fraser fordert unter anderem, "jene liberal-individualistische Anerkennungspolitik aufzugeben, die sich nur auf Diversifizierung von Hierarchien konzentriert, anstatt Letztere zu verringern oder gar abzuschaffen." Damit kritisiert sie mehr oder weniger verschlüsselt ein zentrales Ziel der politischen Linken - der amerikanischen wie der deutschen.

Philosophin Nancy Fraser: "Wir brauchen eine neue progressiv-populistische Mehrheit"
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