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Donnerstag, 08.11.2018

Mehr Rechte für Hausangestellte in Peru

Wer es sich leisten kann, bezahlt in Perus Hauptstadt Lima eine Hausangestellte – und die sind meist indigener oder afroperuanischer Herkunft. Das Kastensystem der Kolonialzeit, das Menschen nach Hautfarbe und Herkunft unterteilt, ist in Peru immer noch präsent. 

Etwa 400.000 Hausangestellte sind es laut Arbeitsministerium, 95 Prozent davon Frauen. Sie putzen, waschen, kochen und passen auf die Kinder auf. Das Problem: Viele von ihnen werden ausgebeutet, haben weder Kranken- noch Rentenversicherung, geschweige denn bezahlten Urlaub. Nicht wenige werden zudem psychisch und körperlich misshandelt. 

Bis heute werden junge Mädchen vom Land in die Städte geschickt, um in Haushalten zu helfen. Denn in den peruanischen Provinzen gibt es kaum Arbeit und viel Armut. Das Problem: Die Hausangestellten sind kaum vernetzt und auf sich alleine gestellt. Viele wissen über ihre Rechte nicht Bescheid und haben keine Ahnung, wie sie sich verhalten sollen, wenn sie beispielsweise sexuell belästigt werden.

Doch Autorin Eva Tempelmann hat bei ihrer Recherche nicht nur Betroffene, sondern auch Frauen wie die Gewerkschafterin Obdulia Guevera Neyra getroffen, die versuchen, aufzuklären und für Transparenz zu sorgen. Denn eigentlich gibt es seit 2003 gesetzliche Regelungen, die Hausangestellte besser zu schützen – offenbar halten sich daran aber nur die wenigsten. 

Mehr Rechte für Hausangestellte in Peru
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