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Reportagen und Interviews

Kein einziges Visum – die bürokratische Barbarei der BRD in AFG

Dmitrij Kapitelman
Lesen, Schreiben, Mirsachenmerken. Journalismus darf auch Spaß machen.
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Dmitrij KapitelmanDienstag, 17.08.2021

Dieses Gespräch zwischen Markus Grotian, der verzweifelt versucht, afghanische Helfer*innen aus Kabul zu retten und Marietta Slomka – es ist so unfassbar bitter. Grotian war als Bundeswehrsoldat in Afghanistan und leitet nun das Patenschaftsnetzwerk afghanischer Ortskräfte. Stand und steht also (so gut es noch geht) mit den Verbündeten, die nun den Tod fürchten müssen, in Kontakt.

Mit beängstigend eingefrorener Mine schildert Grotian, wie die Bundesregierung dem Patenschaftsnetzwerk nicht mal ansatzweise geholfen hat. Wie im Gegenteil ihre Warnungen ignoriert, frühzeitige Evakuierungen verhindert, stattdessen unerfüllbare bürokratische Hürden hochgezogen wurden. Menschen an örtliche Behörden für Visa-Anträge verweisend, die schlicht nicht besetzt waren. Leere Büros. "Perfide", nennt Grotian auch die Bestimmung, dass ein Anspruch auf Visa erlischt, sollte er nicht von Afghanistan aus erfolgen – sodass sich die Menschen also auch nicht in sicherere Nachbarländer retten konnten. Und letztlich ist das Ergebnis: "Nach meinem Kenntnisstand hat nicht ein einziges Visaverfahren angefangen." 

Und das: 80 Prozent der sogenannten Ortskräfte werde man nicht mehr helfen können. "Unrealistisch, dass die rauskommen." 

Wenigstens lief dieses beschämende Dokument bürokratischer Barbarei, begangen von der deutschen Bundesregierung, zur besten Sendezeit im heute-Journal. Die Schande liegt offen.

Kein einziges Visum – die bürokratische Barbarei der BRD in AFG

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Kommentare 3
  1. Klaus-Henning Bähr
    Klaus-Henning Bähr · vor 27 Tagen

    Dass jede böse Tat ungeachtet der Person eine angemessene Strafe nach sich zieht, ist Kernbestand unserer rechtsstaatlichen Ordnung. Im Fall des Verrats an den Menschen, die in Afghanistan für unser Land gearbeitet haben, in Stich gelassen wurden und nun Folter und Hinrichtung fürchten müssen, werden sich in erster Linie die Minister Seehofer, Maas und Kramp-Karrenbauer zu verantworten haben. Falls ihre Parteien das behindern, sollten sie die Quittung bei der Bundestagswahl erhalten.

  2. charly kowalczyk
    charly kowalczyk · vor einem Monat

    Ich hab mir das Interview grad angesehen. Es ist beschämend. Das Schlimme ist, dass man irgendwann nicht mehr mitbekommt, wer von den Ortskräften überlebt und wer nicht. Fassungslos, die Menschen so hängen zu lassen. Da wünsche ich mir doch, dass CDU, SPD und CSU Verantwortung für das Desaster übernimmt.

  3. Daniela Becker
    Daniela Becker · vor einem Monat

    Hier ein Interview mit Matt Zeller, man könnte sagen das amerikanische Äquivalent zu Marcus Grotian. Seine Miene ist nicht eingefroren, um Haltung zu bewahren; er ist hörbar entsetzt. Die Botschaft ist die gleiche. https://twitter.com/wh...

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