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Mittwoch, 17.05.2017

Eine Tragödie aus Menschenhand

Groß war die Hoffnung, als sich der Südsudan unabhängig machte. Beim Volksentscheid 2011 stimmten 99,57 Prozent für die Abspaltung vom Norden. Die wirtschaftliche Lage schien gesichert — die Ölfelder sollten es richten.

Doch seitdem ist der jüngste Staat der Welt in einen Strudel der Gewalt geschlittert. Zehntausende Menschen sind gestorben. Millionen sind auf der Flucht vor den Kämpfen – und vor dem Hungertod.

Jonas Breng hat für seine Reportage mit Menschen gesprochen, die im Südsudan ums Überleben kämpfen. Um ihr eigenes, um das der Menschen um sie herum. Er berichtet von Nyatuak, deren Leben der Bürgerkrieg zerstört hat. Und von Thomas Hoerz, Entwicklungshelfer, dem die südsudanesische Regierung die Arbeit erschwert. Und auch von Rehan Zahid, der 2010 ins Land kam, damals, als man noch hoffen konnte, am Aufbau eines aufstrebenden jungen Staates mitzuwirken.

Dabei betont Breng, dass es im Südsudan keine Dürre gab, kein zufälliges Unglück – diese Tragödie haben Menschen geschaffen, Menschen und ihr Streben nach Macht und Reichtum. Oder wie Breng seine Protagonistin Nyutuak zitiert: „Die Waffen haben den Hunger gemacht."

Eine Tragödie aus Menschenhand
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