Kanäle
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kluge Köpfe filtern für dich relevante Beiträge aus dem Netz.
Entdecke handverlesene Artikel, Videos und Audios zu deinen Themen.

Du befindest dich im Kanal:

Reportagen und Interviews

Yvonne Franke
piqer: Yvonne Franke
Donnerstag, 26.07.2018

Eine ganz ausgezeichnete Einwanderin – Theodor-Wolff-Preis für Vanessa Vu

Vanessa Vu erzählt in "Meine Schrottcontainerkindheit" von ihrer Kindheit als Tochter vietnamesischer Asylbewerber - von äußeren Zuständen, aber auch inneren, davon, wie sie stets bemüht war eine besonders gute Deutsche zu werden.

Dass sie nun gerade mit dieser Geschichte aus dem Alltag eines Einwandererkindes den begehrten Theodor-Wolff-Preis, einen deutschen Journalistenpreis, gewonnen hat, ist ein gar nicht so später Lohn für diese Mühen - oder eben auch gerade dafür, dass sie diesen Druck irgendwann lernte abzulegen. Vanessa Vu ist heute 26 Jahre alt, lebt in Berlin und ist feste Redakteurin bei Zeit Online.

Ich finde es eine schöne Ironie der Geschichte, dass ausgerechnet meine Schrottcontainerkindheit mich so weit gebracht hat. Ich habe lange nicht über meine Erfahrungen sprechen können, weil ich mich dafür geschämt habe und selbst nicht glauben wollte, was mir alles passiert ist. Ich wollte nicht anders sein als die anderen Pfarrkirchner, und gar nicht erst über Unterschiede reden. Aber mein Leben war einfach ein anderes – nicht, weil meine Eltern Vietnamesen sind, sondern weil viele Menschen hier uns nicht auf Augenhöhe behandelt haben. Endlich darüber zu reden, war ehrlich gesagt angsteinflößend, aber auch befreiend, 

sagt Vu in einem Interview mit der Passauer Neuen Presse, der Tageszeitung, bei der sie ihre erste Praktikantinnenstelle bekam.

Eine ganz ausgezeichnete Einwanderin – Theodor-Wolff-Preis für Vanessa Vu
8,9
7 Stimmen
relevant?

Möchtest du kommentieren? Dann werde jetzt Mitglied!

Kommentare 1
  1. Peter Ess
    Peter Ess · Erstellt vor etwa einem Jahr ·

    Macht sehr nachdenklich und beschämt. Aber auch dankbar, dass V. vu unter uns lebt. Ich jedenfalls bin froh darüber und fühle mich geehrt und beschenkt. Was mich beunruhigt: wie oft wir, wie oft ich/uns die Gelegenheit entgangen ist, einfach da zu sein und darauf zu achten, dass der Schrottcontainer nicht zu sehr im Weg steht...

Bleib immer informiert! Hier gibt's den Kanal Reportagen und Interviews als Newsletter.