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Reportagen und Interviews

Der lustigste Mann der Neunziger spricht

Jannis Brühl
Redakteur
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Jannis BrühlMittwoch, 31.08.2022

Die Neunziger waren das Jahrzehnt, in dem das Fernsehen auf seinem Höhepunkt angekommen war. Das lag auch an der unfassbar guten Serie Seinfeld – die sogar in der deutschen Synchronisation sehr sehr lustig war, und das will was heißen. Serien-Erfinder Jerry Seinfeld ist vermutlich der einzige Comedian, der mit seiner Kunst Milliardär geworden ist (was an den Syndication-Gebühren für die ständigen Wiederholungen der Serie auf zig US-Kanälen liegt, von denen ihm ein ordentlicher Anteil bekommt). Ich mochte dieses knappe Interview, das er 2018 der New York Times gegeben hat. Es ging auch damals schon darum, was Humor "darf" und ob das Publikum zu sensibel geworden ist. Seinfeld legt er seine "Humor darf alles"-Position klar dar:

Jokes are not real. People assume that when you say something that you believe it. It’s purely comedic invention. You know, I do this whole bit about Pop-Tarts and how much I love them. I don’t love Pop-Tarts. It’s just funny. It’s funny to say it, so I say it.

Trennung von Autor und Werk, von Comedian und Witz also. Das lässt er allerdings nicht für reine Bigotterie gelten: "if it’s offensive and not funny, then it’s not a joke. But any comedian that doesn’t understand that dynamic, you’re finished anyway." Spätestens hier ginge heute natürlich die Diskussion los, ob "offensive and funny" nicht auch problematisch ist.

Ma kann ihm natürlich vorwerfen, dass er es sich etwas zu einfach macht, aber die Logik des Komikers ist womöglich einfach bestechend einfach. Zudem schafft er es, seine Anti-Political-Correctness-Position ohne Wut auf jene rüberzubringen, die anderer Meinung sind. Es ist tatsächlich eine apolitische Haltung. Das ist recht wohltuend, heute sind die Fronten in dieser Diskussion deutlich verhärteter, insbesondere auf der Seite, die wir hier mal die "Libertäre" nennen.

Äußerst lustig ist außerdem Seinfelds Erklärung, warum es aus Sicht eines (narzisstischen) Clowns, wie er einer ist, überhaupt keinen Sinn ergibt, auf Twitter lustig sein zu wollen. Das sollten sich einige Menschen mal zu Herzen nehmen.

Der lustigste Mann der Neunziger spricht

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Kommentare 1
  1. Cornelia Gliem
    Cornelia Gliem · vor 13 Tagen

    schon dass er nicht bei der banalen Erkenntnis stehen bleibt dass "es ja nur ein Witz ist". was beleidigt um zu beleidigen ist nicht witzig... richtig!

    äh - auf die Schnelle: was sagt er denn, warum es für einen narzistischen Clown auf tiktok unsinnig ist? :')

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