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Reportagen und Interviews

50 Haustiere, die von ukrainischen Soldat:innen gerettet wurden

Christian Gesellmann
Autor und Reporter

Geboren 1984 in Zwickau, Studium der Politikwissenschaft, Geschichte und Germanistik in Jena und Perugia. Volontariat bei der Tageszeitung Freie Presse, anschließend zweieinhalb Jahre als Redakteur in Zwickau. Lebt als freier Autor in Leipzig und Bukarest. Quoten-Ossi bei Krautreporter.

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Christian GesellmannSamstag, 05.11.2022

Der Twitter-Account "UkrARMY cats & dogs", gestartet kurz nach der russischen Invasion in der Ukraine, postet täglich mehrere Fotos von ukrainischen Soldat:innen, die während ihres Einsatzes in Kampfgebieten Haustiere, zumeist Katzen oder Hunde, retten, füttern, knuddeln, streicheln oder gleich ganz adoptieren. Hundewelpen, die in Kampfhelmen schlummern, Katzenbabys, die in Soldatenschößen dösen, selbst ein Video von einem Hamster, der von einem Soldaten unter Lebensgefahr aus einem Haus evakuiert wird. Ich folge dem Account seit ein paar Wochen und gebe gern zu, dass ich jeden einzelnen Post, um ganz ehrlich zu sein, megasüß finde. 

Umso mehr habe ich mich gefreut, dass die Reporterin Jurgita Dominauskaitė von Bored Panda den Mann hinter dem Twitteraccount ausfindig gemacht und interviewt hat. (Und ihn mit 50 der süßesten Bilder der Menschheitsgeschichte garniert hat.) Betrieben wird der Account mit mittlerweile 82K Followern von einem jungen Mann namens Vitalyi. Er ist kein professioneller Soldat, sondern wurde nach der Invasion durch Russland am 24. Februar eingezogen. Am ersten Checkpoint, an dem er eingesetzt wurde, freundete er sich mit einer Katze an, die von ihren Besitzern auf der Flucht zurückgelassen wurde. Die Freundschaft mit der Katze, die er später adoptierte, gab ihm emotionalen Halt. Als Vitalyi merkte, wie viele seiner Bekannten im Kriegseinsatz ähnliche Fotos in sozialen Netzwerken posteten, begann er, diese zu sammeln und anonymisiert zu veröffentlichen. 

Bemerkenswert finde ich das Interview und die Fotos deshalb, weil sie es schaffen, eindrücklich zu beweisen, was moderne Anthropologen (wie zum Beispiel Barbara J. King in diesem eindrücklichen Essay) seit Langem vergeblich sagen: Tiere sind genauso fühlende, intelligente und soziale Wesen wie Menschen, nicht besser, nicht schlechter, und nur, wer das wirklich versteht, kann auch wirklich ein Mensch sein. In diesem Kontext muss man auch die Erklärung von Vitalyi dafür sehen, dass die ukrainische Armee entgegen aller Konvention die (teilweise lebensgefährliche) Tierliebe ihrer Soldat:innen nicht nur toleriert, sondern sogar ausdrücklich befürwortet:

Animals help us to remain human and remember our families, our homes, our own pets at home. The animals we live with in this war become our family for a while, and we care for them. I have dozens of military acquaintances who took home dogs or cats who lived with them at checkpoints and military positions. Now these animals are real family members.
50 Haustiere, die von ukrainischen Soldat:innen gerettet wurden

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