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Pop und Kultur

Sonja Wild
Redakteurin, Spielebloggerin

Hat englische und deutsche Literaturwissenschaft sowie Politik in Erlangen studiert. Schreibt auf lostlevels.de über Indie-Spiele und arbeitet in der Redaktion des Bookazines WASD mit. Lebt, spielt und arbeitet in Berlin.

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piqer: Sonja Wild
Sonntag, 13.09.2020

Winamp-Skins im Online-Museum: 65.000 Liebeserklärungen an eine vergangene Zeit

Wer um die Jahrtausendwende MP3s auf seinem Rechner gehört hat, nutzte dafür mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit Winamp – und war ständig auf der Suche nach neuen Skins, um seinem Player ein möglichst individuelles und schickes Design zu verpassen. Wer die entsprechenden Fähigkeiten hatte, bastelte sich seine eigenen Skins, die meisten aber suchten sich einfach aus den Kreationen anderer das passende Design aus, das Internet war schließlich voll davon.

65.000 dieser Skins aus dem Bestand des Internetarchivs archive.org versammelt seit Kurzem das phänomenale virtuelle Winamp Skin-Museum, das im verlinkten Artikel vorgestellt wird, und zeigt dabei eine gigantische Bandbreite: Da gibt es zum Beispiel NES- oder Commander-Keen-Skins (beides damals schon retro!) oder solche, die mit Texturen und Oberflächen wie Jeansstoff oder Holz spielen – und natürlich ganz viele glänzende SciFi-Oberflächen.

Wer will, kann sich auf der Seite einfach endlos durch die spezielle Ästhetik der Spätneunziger und frühen 00er-Jahre scrollen, sie bietet aber auch eine Suchfunktion – und obendrein sind alle Skins interaktiv, sie erlauben das Abspielen einer voreingestellten Playlist (die auch das legendäre Winamp-Lama-Intro enthält) ebenso wie das Importieren eigener Audiodateien. So fühlt sich der Nostalgietrip schnell wirklich an wie eine kleine Zeitreise – zurück in ein Digitalzeitalter, das sich im Rückblick so anfühlt, wie James Vincent bei The Verge zutreffend schreibt, als hätten wir viel mehr Kontrolle über unsere Rechner gehabt als heute:

„This is the weird thing about Winamp skins, though: they don’t just capture a visual aesthetic, but a mode of interaction with technology. Personally, they remind me of an era when it felt like I had more control over my computer. I could customize Winamp skins, sure, but also my whole desktop, down to my extremely carefully collated music collection.

There was also something about having to sort through files and dig up album art that encouraged a sort of engagement with music that feels, to me, very different to today’s streaming model. Spotify, compared to Winamp, seems passive.“

Manche der gezeigten Skins sind auch heute noch kleine Kunstwerke, andere eher schlichter Fanservice, viele sogar furchtbar hässlich – als Online-Kollektion sind sie aber vor allem eines: eine Liebeserklärung an diese längst vergangene Zeit.

Winamp-Skins im Online-Museum: 65.000 Liebeserklärungen an eine vergangene Zeit

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